Am Montag sollen Hunde hinzugezogen werden, um nach eventuellen Spuren eines Brandbeschleunigers zu suchen. Der neue Besitzer wollte das Gebäude in Kürze umbauen und dort Wohnungen einrichten.

Neviges. Ohne Ergebnis sind am Montag die ersten Untersuchungen der Polizei zur Ursache des Brandes in der Deilbachmühle geblieben. Das bekannte frühere Hotel und Restaurant war am frühen Sonntagmorgen bei einem Großfeuer zerstört worden. Am Montag sollen nach Angaben von Norbert Fangmann vom Kommissariat 1 der Kreispolizeibehörde Hunde hinzugezogen werden, um nach eventuellen Spuren von Brandbeschleunigern zu suchen. "Wir stehen noch ganz am Anfang", sagte Fangmann.

Niemand im Gebäude, Nachbarn sind verreist

Definitiv geklärt ist aber, dass bei dem Brand niemand verletzt worden ist. Alle im Bereich Deilbachmühle gemeldeten Personen konnten laut Fangmann ermittelt werden, zum Brandzeitpunkt befand sich niemand in dem Gebäude. Das Ehepaar aus dem unmittelbaren Nachbarhaus, das die Feuerwehr vor den Flammen sichern konnte, ist derzeit verreist.

Der von der Polizei beschlagnahmte und abgesperrte Brandort zog auch gestern noch viele Neugierige an. "Es ist wirklich schade drum", sagte ein Velberter, der das Haus von früher kennt.

Das Restaurant war einst ein beliebtes Ausflugsziel im Deilbachtal, viele Feiern wurden dort ausgerichtet. Allerdings waren Hotel und Gastronomie nach einer Insolvenz schon seit mehreren Jahren nicht mehr in Betrieb.

Noch spürbar geschockt war gestern Mittag Heinz-Dieter Klapheck. Der Bauträger aus Oberhausen hat das Anwesen im idyllischen Landschaftsschutzgebiet nach eigenen Angaben vor etwa eineinhalb Jahren ersteigert.

Nun wollte er das Gebäude für Wohnnutzung umbauen lassen. "Der Umbau war schon genehmigt, es sollte jetzt losgehen", sagte Klapheck vor Ort. Der Oberhausener plante die Einrichtung von fünf Wohnungen - eine Millioneninvestition.

Doch von dem Gebäude blieb nur eine Ruine. Das Dach ist eingestürzt, durch die leeren Fenster- und Türöffnungen sieht man schwarze Trümmer. Noch immer hing am Montag Brandgeruch in der Luft.

Dass das Haus noch zu nutzen sein wird, konnte sich Klapheck gestern nicht vorstellen. Jetzt gelte es aber zunächst die Untersuchungen der Polizei und die Ergebnisse der Sachverständigen abzuwarten. Das Gebäude gilt als einsturzgefährdet.

Gerüchte rund um den Brand, die bereits am Sonntag die Runde machten, wollte die Polizei gestern nicht kommentieren. "Noch steht die Brandursache ja gar nicht fest. Wir ermitteln offen in alle Richtungen", sagte Polizeisprecher Frank Sobotta. Nach Schätzungen liegt der Schaden bei mindestens 600.000 Euro.

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