Die Arbeiten sollen bis voraussichtlich Juni dauern. Etwa 140.000 Euro soll die Maßnahme insgesamt kosten.

wza_1000x1500_646619.jpeg
Nur wer genau hinschaut, erkennt, dass dies nicht die „echte“ Fassade des Bürgerhauses ist.

Nur wer genau hinschaut, erkennt, dass dies nicht die „echte“ Fassade des Bürgerhauses ist.

Pierre-Claude Hohn

Nur wer genau hinschaut, erkennt, dass dies nicht die „echte“ Fassade des Bürgerhauses ist.

Ratingen. Zunächst wurden vor gut einer Woche die ersten Gerüstelemente aufgestellt, dann eine Plane darüber gehängt - und plötzlich sah alles wieder aus, wie gewohnt. Beinahe. Denn der Sicht- und Staubschutz am Bürgerhaus Frankenheim zeigt in Fototapetenmanier, was dahinter liegt - oder besser: lag.

Die Spezialisten der SDC GmbH aus Satteldorf haben sich nämlich inzwischen daran gemacht, die denkmalgeschützte Natursteinfassade zu sanieren. Und zwar genau so, wie es der Rat im Juni beschlossen hatte. Alles soll wieder so werden, wie es einmal war.

Landeskonservator Frank Kretzschmar hatte im Vorfeld der Entscheidung darauf gedrängt, die Fassade verputzen zu lassen, so wie sie viele Jahre lang verputzt war, doch die Politik hatte sich anders entschieden. Und der Konservator hat kein Veto eingelegt. "Wir haben keinen Bescheid bekommen - und nach Ablauf einer Frist gilt unser Antrag als genehmigt", erklärte Hochbauamtsleiter Manfred Pannes.

Nun wurde damit begonnen, die schadhaften Bruchsteine durch intakte Mauersteine zu ersetzen. Das Verfahren ist sehr aufwändig, da etwa ein Drittel aller Steine ausgetauscht werden müssen. Etwa 140.000 Euro soll die Maßnahme insgesamt kosten, der Rat hatte das Geld im Sommer bewilligt. Die elegante Bauverkleidung ist ebenfalls dem großen Aufwand geschuldet: Die Arbeiten sollen nämlich bis voraussichtlich Juni dauern - so lange will man den Ratingern die gewohnte Ansicht des Bürgerhauses nicht vorenthalten.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer