Gestaltung: Planer zeigen im Ausschuss Detailentwürfe für Fußgängerzone und angrenzende Bereiche.

Eine Maßnahme von vielen zur Stadtverschönerung: Mit einer begrünten Natursteinmauer (Mitte der Planskizze), aus der Wasser rieselt, soll der Spring ab dem kommenden Jahr ausgestattet werden.  (Skizze: Büro Davids, Terfrüchte + Partner)
Eine Maßnahme von vielen zur Stadtverschönerung: Mit einer begrünten Natursteinmauer (Mitte der Planskizze), aus der Wasser rieselt, soll der Spring ab dem kommenden Jahr ausgestattet werden. (Skizze: Büro Davids, Terfrüchte + Partner)

Eine Maßnahme von vielen zur Stadtverschönerung: Mit einer begrünten Natursteinmauer (Mitte der Planskizze), aus der Wasser rieselt, soll der Spring ab dem kommenden Jahr ausgestattet werden. (Skizze: Büro Davids, Terfrüchte + Partner)

Eine Maßnahme von vielen zur Stadtverschönerung: Mit einer begrünten Natursteinmauer (Mitte der Planskizze), aus der Wasser rieselt, soll der Spring ab dem kommenden Jahr ausgestattet werden. (Skizze: Büro Davids, Terfrüchte + Partner)

Wülfrath. "Haben wir das nicht längst beschlossen? Müssen wir das alles von vorn diskutieren?" Jürgen Klein, CDU-Planungsexperte, kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus, als sich im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtplanung plötzlich eine Grundsatzdebatte über das im Sommer 2009 beschlossene Stadtentwicklungsprogramm entwickelte. Dabei stellte das Stadtplanungsbüro nur Aspekte eines Gestaltungshandbuches für die Bereiche vor, denen der Rat längst ohne Gegenstimme seinen Segen gegeben hatte. Auch den fälligen Beschluss für den Umbau der Fußgängerzone Im Spring fällte das Gremium nicht. Inwiefern ein Beschluss oder ein Baubeginn noch in diesem Jahr nötig ist, damit der Zuschuss aus dem KonjunkturpaketII nicht gefährdet wird, konnte das Technische Dezernat im Ausschuss nicht mit Bestimmtheit sagen.

Erneute Debatte irritiert: Grundsatzbeschluss längst gefällt

Dabei schien die Politik in Sachen Im Spring längst auf Kurs. Der Grundsatzbeschluss steht seit Monaten, die Planung auch. Ein Stadtplaner erläuterte diese erneut: Ein so genannter Versprung soll den Höhenunterschied auffangen, aber als auch als eine begrünte Mauer dienen, aus der Wasser rieselt. Den einzigen Beschluss, den der Ausschuss fasste, betrifft den Marktstand, der auf jeden Fall verlegt werden soll.

Der Spring soll, wie der Planer darlegte, in Zukunft Teil eines Karrees aus Goethestraße und Diek sein. In dem Bereich soll mit einheitlichen Beleuchtungsmitten, Möbeln und Pflaster gearbeitet werden. Unter dem Motto "Alt und Neu gestalten" soll das Karree einen Kontrapunkt zur historischen Altstadt setzen. In der setzt der Planer zum Beispiel auf die traditionellen Altstadtleuchten, die aber mit LED-Technik umgerüstet werden sollten. Gespräche mit der RWE laufen bereits. Mit Hilfe von Licht sollen besondere Denkmäler zum Bespiel in den Abendstunden betont werden.

Auch Schwanenstraße und Wareplatz werden einbezogen

Auch die Schwanenstraße und der Wareplatz sind im Blick der Planer. Neue Pflasterungen sowie Hinweise auf die Stadtgeschichte als neugierig machende Elemente werden ins Gespräch gebracht.

Vor allen Dingen der Wareplatz geriet jedoch - zum Beispiel bei der FDP - negativ in den Fokus. Aber auch Hans-Jürgen Ulbrich (SPD) bezweifelte, dass der Wareplatz mit "Behübschungsmaßnahmen" aufgewertet werden könnte.

Einen Abriss des Kiosks am Diek schlug der Stadtplaner ebenso vor. Er regte ein kleines Café mit Terrasse in Richtung Krapps Teich an. Auch die Treppe vom Diek zum Teich solle wieder geöffnet werden. Der Wülfrather Architekt H.G. Schönnenbeck legte dem Ausschuss eine Idee für den Rückbau des Kiosks samt Seeterrasse vor.

Umgestaltung der Fußgängerzone wird vom Land gefördert

Wie das alles finanziert werden soll, wollte Hans-Peter Altmann (FDP) wissen, "wir haben doch kein Geld". Exakte Zahlen für den Umbau von Fußgängerzone und Umgebung gibt es - abgesehen vom Spring - noch nicht. Im Stadtentwicklungsprogramm sind für das Paket Fußgängerzonen etwas mehr als eine Million Euro vorgesehen, die zu 70 Prozent vom Land gefördert werden. Das war einigen Politikern aber auch nicht mehr präsent. Jürgen Klein: "Wir müssen doch wirklich nicht mehr alles von Anfang an diskutieren. Warum haben wir dann das Stadtentwicklungsprogramm überhaupt beschlossen?"

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