Wie soll der Betrieb der Sportanlage organisiert sein? Die Stadt regt ein „Haus des Sports“ an.

Vor zehn Jahren eine echte Baustelle: der Sportplatz am Erbacher Berg. Auch jetzt ist die Sportanlage wieder eine Baustelle – im übertragenen Sinn. Die Stadt müht sich seit zwei Jahren um neue Strukturen und will dabei unterschiedliche Interessen unter einen Hut bringen.
Vor zehn Jahren eine echte Baustelle: der Sportplatz am Erbacher Berg. Auch jetzt ist die Sportanlage wieder eine Baustelle – im übertragenen Sinn. Die Stadt müht sich seit zwei Jahren um neue Strukturen und will dabei unterschiedliche Interessen unter einen Hut bringen.

Vor zehn Jahren eine echte Baustelle: der Sportplatz am Erbacher Berg. Auch jetzt ist die Sportanlage wieder eine Baustelle – im übertragenen Sinn. Die Stadt müht sich seit zwei Jahren um neue Strukturen und will dabei unterschiedliche Interessen unter einen Hut bringen.

Archiv Simone Bahrmann

Vor zehn Jahren eine echte Baustelle: der Sportplatz am Erbacher Berg. Auch jetzt ist die Sportanlage wieder eine Baustelle – im übertragenen Sinn. Die Stadt müht sich seit zwei Jahren um neue Strukturen und will dabei unterschiedliche Interessen unter einen Hut bringen.

Wülfrath. Heute Clubheim, morgen ein „Haus des Sports“? Die Stadt Wülfrath will auf der Anlage Erbacher Berg der Multifunktionalität und der Vielfalt der Nutzerschar Rechnung tragen, wie 1. Beigeordneter Rainer Ritsche im WZ-Gespräch erklärt.

Am Mittwoch will er dem Vorsitzenden des 1. FC Wülfrath, Michael Massenberg, eine entsprechende Lösung präsentieren. „Wir wollen den Verein im Boot haben, aber auch die anderen Gruppen, die die Anlage nutzen“, sagt Ritsche.

Die Stadt hat ihre Überlegungen mit der Politik bereits abgestimmt

Dass der FCW oder die Fußballschule Mittelpunkt die Trägerschaft des Erbacher Bergs übernehmen könnten, ist demnach kein Thema mehr. „Wir haben die Politik über unsere Absicht informiert und sie teilt unsere Einschätzung“, so Ritsche.

Es gehe jetzt darum, den Knoten aus verschiedenen Interessen, unterschiedlichen Verkaufsstellen und alten Absprachen zu lösen. Die Interessen des FCW habe man dabei ebenso im Blick wie die anderer Vereine, „aber auch der Fußballschule, die ein wichtiger Imageträger für die Anlage ist“. Der Verzicht auf einen Platzwart, so Ritsche, kommt für die Stadt nicht infrage.

Die künftige Nutzungs- und Vertragsstruktur für die Sportanlage ist seit Jahren eine Baustelle. Zum Ende des Jahres wurden alle Verträge gekündigt. „Wir müssen nun zu einem neuen Konstrukt kommen“, sagte Ritsche.

Vertreter der Fußballschule üben Kritik am FCW-Boss

Öl ins Feuer haben die Geschäftsführer der Fußballschule Mittelpunkt, Jürgen Jankowski und Ferry Schmidt, gegossen. In einem Gespräch mit der WZ üben sie Kritik an Michael Massenberg, Vorsitzender des 1. FC Wülfrath.

„Wir müssen uns verteidigen. Hier werden Sachen über uns verbreitet, die einfach nicht der Wahrheit entsprechen“, begründet Schmidt den Vorstoß. Da werde bewusst Missgunst geschürt. „Ja, wir sind ein Unternehmen. Nein, wir machen uns nicht die Taschen voll“, sagt Jankowski.

Um dies zu belegen, wollen sie nun Gespräche mit allen im Rat vertretenen Parteien führen. Alle Zahlen wolle man offen legen. „Wir haben nichts zu verbergen.“ Auch mit der Stadt klappe die Kooperation bestens. „Wir ermöglichen in jedem Jahr bedürftigen Wülfrather Kindern die kostenlose Teilnahme an der Schule.“

Beide betonen, dass „wir keine, wirklich keine Probleme mit dem FCW haben, nur mit Herrn Massenberg“, sagt Schmidt, der hervorhebt, dass die Fußballschule die Anlage für ihre Angebote nicht kostenlos nutze.

Auch der FCW profitiere. Die Fußballschule zahlt dem Verein eine Art Nutzungsgebühr für das Clubheim. „Mehr als 40 000 Euro in den vergangenen zehn Jahren. Und das für sechs Wochen pro Jahr. Das Geld soll zweckgebunden in die Jugendarbeit des Vereins fließen.

Der Erbacher Berg sei die schönste und beste Anlage im weiten Umkreis, sagen die Trainer. „Dass sie auch heute noch wie neu aussieht, ist vor allem dem Einsatz des Platzwarts und seiner Familie zu verdanken“, sagt Schmidt.

Er befürchtet, „dass Herr Massenberg ihn von der Anlage drängen möchte. Er kommt mit ihm nicht zurecht.“ Eine Beobachtung, die FCW-Mitglieder gegenüber der WZ und auch der Stadt ausdrücklich bestätigen.

Massenberg weist die Vorwürfe zurück

Michael Massenberg reagiert auf WZ-Anfrage gelassen auf die Vorhaltungen, weist diese zurück: „Ich weiß nicht, warum sich Kleinunternehmer, die nicht einmal in Wülfrath leben, Gedanken über den Erbacher Berg machen.“

Ähnlich knapp Massenbergs Reaktion zu Verhandlungen über die künftige Vertragsstruktur. „Welche Verhandlungen? Bisher wurden keine geführt.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer