Es ist schon vertrackt: Personell geht der Planungs- und Baubereich in der Verwaltung auf dem Zahnfleisch, gleichzeitig wird die Arbeit immer mehr und die Stadtkasse immer leerer. Ob Straßensschäden vom Vorjahreswinter, Neu- und Umplanungen, dazu immer wieder mehr oder weniger sinnvolle Aufträge aus der Politik. Und mittendrin der Fahrradbeauftragte mit seiner halben Stelle, der sich auch um den ÖPNV kümmern muss.

Andererseits ist das Thema "Fahrradfreundliche Stadt" zu wichtig, um es als Gedöns abzutun - sowohl unter ökologischen als auch wirtschaftlichen Aspekten. Denn als Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft kommt die Stadt viel leichter an Fördermittel, die ihr sonst verwehrt bleiben würden. Es muss also zuerst investiert werden, bevor man die Früchte ernten kann.

Generell gilt aber, dass die Stadt wirklich drängendere Probleme am Hals hat als den Radverkehr-Masterplan. Falsch wäre es, das Ziel fahrradfreundliche Stadt aus den Augen zu verlieren. Doch auch kleine Schritte führen letztlich zum Ziel.

joachim.dangelmeyer@ westdeutsche-zeitung.de

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