Am Klinikum war die Versorgung am Montag jedoch sichergestellt.

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Ärzte des Klinikums legten gestern die Arbeit nieder.

Ärzte des Klinikums legten gestern die Arbeit nieder.

Simone Bahrmann

Ärzte des Klinikums legten gestern die Arbeit nieder.

Velbert. 20 der mehr als 100 Ärzte des Klinikums Niederberg haben am Montag für mehr Gehalt und eine bessere Vergütung der Bereitschaftsdienste gestreikt. An Patienten und Besucher verteilten sie Flugzettel, auf denen sie ihre Forderungen begründeten.

"Die Resonanz der Leute ist positiv, sie finden es richtig, dass wir für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen", sagte Dr. Malte Mürköster, Internist in der Inneren Abteilung. Am frühen Nachmittag beendete die Ärzte den Streik. "Vorerst wird es keine weiteren Maßnahmen geben", sagte Stefan Mülders, im Klinikum für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Auch eine Solidaritätsbekundung mit Kollegen an anderen Kliniken

In der Eingangshalle der Klinik hatten die Mediziner einen Tapeziertisch aufgebaut und in den Farben des Marburger Ärztebundes ausstaffiert. Allerdings wurden sie von der Geschäftsführung des Platzes verwiesen, mussten ihren Streikposten vor der Eingangstür beziehen. Dass die Mehrheit der Ärzteschaft nicht die Arbeit niederlegte, habe unter anderem damit zu tun, "dass wir viele Kollegen haben, die noch in der Probezeit sind und die nicht streiken können", sagte Mürköster.

Nach harten Verhandlungen mit der Geschäftsführung seien viele offene Stellen neu besetzt worden. Mürköster: "Die Arbeitsbedingungen für uns Ärzte sind vor allem seit Beginn des Jahres deutlich verbessert worden. Aber noch ist nicht alles zufriedenstellend."

Vor allem der Bereitschaftsdienst müsse durch eine bessere Vergütung deutlich aufgewertet werden, forderte der Internist. "Es kann nicht sein, dass wir nach einem Nachtdienst 45 Euro brutto bekommen." Gestern ging es den Ärzten hauptsächlich darum, sich mit den Kollegen solidarisch zu erklären, "die in Häusern arbeiten, in denen die Arbeitsbedingungen wesentlich schlechter sind", so Mürköster.

Geschäftsleitung und Ärzteschaft hatten einen Notdienstplan aufgestellt, um die Versorgung der Patienten auch während des Streiks zu gewährleisten. Lediglich zwei Operationen wurden verschoben. Gynäkologin Dr. Sarah Unger verließ sogar ihren Streikposten, um bei einer Not-OP zu helfen.

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