Die Grünen/WWG loteten im Gespräch mit Rheinkalk Gemeinsamkeiten aus.

Wülfrath. "Ohne Strategie geht Wülfrath als Verlierer vom Platz," stellen Die Günen/WWG fest. Das ist das Ergebnis der Bestandsaufnahme, inwiefern die aktuelle Krise den Standort belastet. "Wülfrath leidet stark unter der Wirtschaftskrise. Bei Rheinkalk verlieren viele ihren Job. Der Wettbewerb der Wirtschafts-Standorte wird globaler und nimmt auf regionaler Ebene zu", so Stephan Mrstik für die Grünen.

Ihre Ideen von "Wülfrath - Job-Stadt" haben die Grünen in einem Gespräch mit Rheinkalk-Geschäftsführer Michael Liell und Karl-Raimund Vogt, Leiter Umweltschutz und Genehmigungen, ausgetauscht. "Dabei zeigten sich deutliche Gemeinsamkeiten zur Entwicklung des Standortes", sagt Mrstik.

Wülfrath auf dem Weg zum Kompetenz-Zentrum für Zukunfts-Technologien - das ist der Kern der Grünen-Visionen. Darin schlagen sie zum Beispiel Kooperationen mit Lehrstühlen und eine unternehmerische Spielwiese für Wülfrather Schüler vor.

Rheinkalk plane weiterhin langfristige mit Wülfrath, ohne aber eine Prognose über die Zahl der Arbeitsplätze abzugeben. Dennoch, so hat Mrstik registriert, "sieht Rheinkalk ein strategisches Geschäftsfeld darin, neue Märkte mit neuen Technologien zu erobern". So sei es dem Unternehmen kürzlich gelungen, einem organisch toten, sauren Tagebausee mit einem speziellen Verfahren wieder in ein ökologisches Gleichgewicht zu bringen. Erfolgreich gestalte sich zudem die Markteinführung eines neuen, patentierten Neutralisationsmittels für Abwasser.

Mrstik verhehlt nicht, dass in Fragen den Umweltschutzes die Positionen zwischen der eigenen Partei und Rheinkalk "etwas auseinander liegen". Schließlich sei Kalkabbau ein massiver Eingriff in die Landschaft. Die Grünen würden aber auch anerkennen, dass das Unternehmen wichtige Naherholungsgebiete für den Bruch Schlupkothen geschaffen habe.

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