Franz von Assisi ist ein Heiliger, der auch heute noch die Menschen fasziniert.

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Mit einem Festgottesdienst im Mariendom feierten am Sonntag die Gläubigen das 800-jährige Bestehen des Franziskanerordens. In Neviges ist der Orden seit 1676 ansässig.

Mit einem Festgottesdienst im Mariendom feierten am Sonntag die Gläubigen das 800-jährige Bestehen des Franziskanerordens. In Neviges ist der Orden seit 1676 ansässig.

Simone Bahrmann

Mit einem Festgottesdienst im Mariendom feierten am Sonntag die Gläubigen das 800-jährige Bestehen des Franziskanerordens. In Neviges ist der Orden seit 1676 ansässig.

Neviges. Fünf Tage vor Beginn der Sommerwallfahrt unter dem Leitsatz "Ich weiß, wem ich glaube" gab es im Mariendom einen Grund zu feiern: Der Franziskanerorden besteht seit 800 Jahren.

So lange ist der Orden zwar noch nicht in Neviges, doch die Ordensbrüder kamen schon 1676. Die Wallfahrt zum Gnadenbild Maria unbefleckte Empfängnis besteht seit 1681. Die Betreuung der tausenden Pilger, die jährlich in den Mariendom kommen, obliegt den Franziskanern.

Der Provinzial der Kölnischen Franziskanerprovinz, Franz-Leo Barden, war am Sonntag Zelebrant der Festmesse im Dom. "Heute noch fasziniert die Gestalt des Heiligen Franziskus die Menschen. Viele sind auf der Suche nach dem Sinn des Lebens - wie Franziskus von Assisi", sagte Pater Franz-Leo.

Franziskus, als Sohn eines reichen Tuchhändlers, 1181/ 82 in der italienischen Stadt Assisi geboren, wagte verschiedene Lebensstile, war erfolgreicher Kaufmann, Krieger und Ritter, geriet in eine Krise, fand erst Erfüllung im Glauben. Er entsagte den weltlichen Gütern, kümmerte sich um Arme und Aussätzige.

Papst Innozenz II. bestätigte 1209 die Regeln des Franziskanerordens, den Orden Ordo Fratrum Monorum, Orden der Minderbrüder, ein Bettelorden.

"Die Franziskaner kümmern sich auch heute um die Armen und Schwachen", sagte Barden, nannte als Beispiele die Suppenküche in Düsseldorf, das Internat für Jungen aus gestörten Familien. In Neviges ist der Pilger im Mittelpunkt. "Wir wollen uns noch mehr in Gesprächen mit den Pilgern um deren Anliegen, Sorgen und Nöte kümmern", sagt der Nevigeser Wallfahrtsleiter Werner Schneider.

Immer mehr Pilger kämen mit Lebensfragen. Leben und Glauben seien miteinander verbunden. Alljährlich werden auf dem Domplatz zum Franziskus-Tag im Oktober die Tiere gesegnet: Hunde, Katzen, Pferde. Viele Tierbesitzer kommen schon seit Jahren zur Segnung nach Neviges. Der heilige Franziskus hatte seinerzeit ein besonderes Verhältnis zu den Tieren.

In der vom vom Dom-Chor musikalisch gestalteten Messe wurden Kerzen aus Anlass des Jubiläums gesegnet. Die Feiern werden fortgesetzt: Am 4. Oktober feiert der Apostolische Nuntius, Jean-Claude Perisset, ein Pontifikalamt, am 25. Oktober hält Joachim Kardinal Meisner eine Festmesse im Dom.

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