Auf einer der letzten großen Industrieflächen in Kocherscheidt baut Gather Industrie seinen neuen Firmensitz. Am Dienstag war der Spatenstich.

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Die Mitarbeiter im Rücken beim Spatenstich: Geschäftsführer Klaus Lübke, Wirtschaftsförderer Karsten Niemann, Bürgermeisterin Claudia Panke und das Ehepaar Gather (v. l.).

Die Mitarbeiter im Rücken beim Spatenstich: Geschäftsführer Klaus Lübke, Wirtschaftsförderer Karsten Niemann, Bürgermeisterin Claudia Panke und das Ehepaar Gather (v. l.).

Simone Bahrmann

Die Mitarbeiter im Rücken beim Spatenstich: Geschäftsführer Klaus Lübke, Wirtschaftsförderer Karsten Niemann, Bürgermeisterin Claudia Panke und das Ehepaar Gather (v. l.).

Wülfrath. Mit dem fast kompletten Mitarbeiterstamm und den Firmengründern, dem Ehepaar Gather, ist das Familienunternehmen Gather Industrie am Dienstag zum Spatenstich für seinen neuen Hauptsitz ins Gewerbegebiet Kocherscheidt gekommen. Der Maschinenbauer, der unter anderem Pumpen, Ventile und Schnellkupplungen baut, zieht im Dezember von Mettmann-Metzkausen nach Wülfrath.

„Hier in Wülfrath ist die Anbindung an die Autobahn 535 und irgendwann einmal an die A 44 exzellent“, begründete Geschäftsführer Klaus Lübke die Entscheidung für einen Neubau in Wülfrath. Der Gründungsstandort in Mettmann war dem Familienunternehmen zu klein geworden, expandieren war in der Kreisstadt nicht möglich.

Die Kalkstadt stach andere Standorte im Kreisgebiet aus

Wülfrath habe der Firma das beste Angebot im Kreis Mettmann gemacht, so Lübke: „Uns sind unsere Mitarbeiter sehr wichtig. Viele wohnen in Velbert, daher wollten wir schon hier in der Nähe bleiben. Wir wachsen zurzeit sehr schnell, und hier können wir noch expandieren.“

Von der Gesamtfläche von 7650 Quadratmetern werden nur 3400 bebaut. Das Gebäude soll „hochmodern werden und zu einem innovativen Unternehmen passen“, sagte Lübke.

Es ist eine der letzten großen Industrieflächen der Stadt, die Gather Industrie jetzt bebaut. „Wir haben zwar noch Platz an der Nordumgehung, aber die städtischen Flächen sind endlich“, sagte Wirtschaftsförderer Karsten Niemann.

Das Familienunternehmen, das im Bereich Pumpen- und Kupplungstechnik arbeitet, erwirtschaftet einen Jahresumsatz von sechs Millionen Euro.
 

Rund 50 Mitarbeiter zählt Gather Industrie derzeit. Geschäftsführer Klaus Lübke geht davon aus, in den nächsten Jahren weiter einstellen zu können.
 

Die Firma stellt Pumpen und Kupplungen her, die Temperaturen bis 400 Grad und Druck bis 400 Bar überstehen und daher auch in der Raumfahrt eingesetzt werden.
 

Die Besonderheit in Wülfrath: Viele Flächen, auf denen Industrie oder Gewerbe möglich ist, gehören entweder Rheinkalk oder Landwirten. Wenn die Stadt Bauern Grundstücke abkauft, muss sie für Ausgleichsflächen sorgen. Auch das Gelände für Gather Industrie war ursprünglich in Privatbesitz.

Die Stadt müsse daher bereits ansässige Unternehmen „pflegen“, so Niemann. Dazu wird künftig auch Gather gehören. Mit 50 Mitarbeitern und einem Umsatz von sechs Millionen Euro im Jahr ist es laut Bürgermeisterin Claudia Panke „ein großes Unternehmen für unser kleines Wülfrath“.

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