Im Ratinger Stadtteil West bewerfen Bürger Feuerwehrleute mit Knallfröschen.

Hell erleuchtet war das Wohngebiet an der Weimarer Straße in Ratingen, als ein Baum in Flammen aufging.
Hell erleuchtet war das Wohngebiet an der Weimarer Straße in Ratingen, als ein Baum in Flammen aufging.

Hell erleuchtet war das Wohngebiet an der Weimarer Straße in Ratingen, als ein Baum in Flammen aufging.

Hans-Werner Schlieper

Hell erleuchtet war das Wohngebiet an der Weimarer Straße in Ratingen, als ein Baum in Flammen aufging.

Ratingen. Während am Himmel noch Feuerwerksraketen über Ratingen explodiert sind, ist ein Baum an der Weimarer Straße im Stadtteil weithin sichtbar in Flammen aufgegangen. Nach Angaben der Feuerwehr handelte es sich um einen mehr als zehn Meter hohen Baum, der vermutlich durch Feuerwerkskörper entzündet wurde. Angrenzendes Buschwerk ging ebenfalls in Flammen auf.

Was spektakulär aussah, war es aus Feuerwehr-Sicht nicht: „Wir haben das schnell im Griff gesagt“, sagte ein Sprecher.

Bewohner entfacht ein Lagerfeuer

Weit es die Feuerwehr bis zum Einsatzort nicht weit hatte – sie musste quasi nur um die Ecke fahren, da sie bereits in dem Stadtteil an einer Parallelstraße im Einsatz war. Dort hin waren Einsatzkräfte ausgerückt, um einen vermeintlichen Balkonbrand zu löschen.

Vor Ort stellte sich allerdings heraus, dass ein Bewohner im obersten Stockwerk eines Hochhauses an der Jenaer Straße ein Lagerfeuer in einem Feuerkorb auf einem Balkon entfacht hatte. Feuerschein und Funkenflug hatten dann zu den Notrufen geführt. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer im Korb.

Noch während des Einsatzes an Jenaer Straße wurden weitere Brände mit Schwerpunkt in Ratingen West gemeldet. So brannte Inventar auf einem weiteren Balkon an der Berliner Straße. Eine Meldung über einen Brand in einem Hochhaus stellte sich als Fehlalarm heraus. Neben mehreren Müllcontainern brannte auch Strauchwerk an verschiedenen Einsatzstellen in den Ortsteilen West, Mitte, Ost, Lintorf, Hösel und Homberg.

Die Ratinger Feuerwehr spricht davon, dass zahlreiche Bürger mit Unverständnis oder gar mit Aggressionen auf die Einsätze reagiert hätten. Fahrzeuge und Feuerwehrleute seien mehrfach durch Feuerwerkskörper bedrängt und sogar gezielt beworfen worden.

Wichtige Verkehrsstraßen seien durch Feuerwerksbatterien und Glasflaschen auf der Fahrbahn nur erschwert passierbar gewesen. aram

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