Freitag und Samstag erstellen Gesamtschüler eine neue Prognose. Die Parteien laufen am Samstag vor dem Rathaus zur Hochform auf. Die Wählergemeinschaft legt mit einer weiteren Karikatur nach.

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Kurz vor der Wahl legt „Menschen für Monheim“ noch mal nach. Der Bürgermeister schaut auf einen trüben Rat. „Nach zehn Jahren Amtszeit kann er auch auf einen geplatzten Playmobil-Park und Wunschdenken im Rheinbogen mit Ruderspaß zurückblicken“, wird gewitzelt. (Karikatur: Menschen für Monheim)

Kurz vor der Wahl legt „Menschen für Monheim“ noch mal nach. Der Bürgermeister schaut auf einen trüben Rat. „Nach zehn Jahren Amtszeit kann er auch auf einen geplatzten Playmobil-Park und Wunschdenken im Rheinbogen mit Ruderspaß zurückblicken“, wird gewitzelt. (Karikatur: Menschen für Monheim)

Kurz vor der Wahl legt „Menschen für Monheim“ noch mal nach. Der Bürgermeister schaut auf einen trüben Rat. „Nach zehn Jahren Amtszeit kann er auch auf einen geplatzten Playmobil-Park und Wunschdenken im Rheinbogen mit Ruderspaß zurückblicken“, wird gewitzelt. (Karikatur: Menschen für Monheim)

Monheim. Es ist in diesen Tagen, als würde etwas Drückendes über Monheim liegen. Damit ist aber nicht die Gewitterluft gemeint. Es ist eher so, als würde der Kommunalwahlkampf endlich ein Ventil suchen - die Entscheidung. Doch da heißt es: noch neun Tage warten. Am Abend des 30. Augusts wissen die Monheimer endlich, wer neuer Bürgermeister wird, welche Parteien den Rat dominieren. Doch auf dieser letzten Strecke kommt noch einmal viel auf die Bürger zu.

Da ist zum Beispiel eine Umfrage der Peter-Ustinov-Gesamtschule. Freitag und Samstag werden wieder Jugendliche aus Kursen der Sozialwissenschaften an belebten Stellen mit Fragebögen stehen. Vor dem Rathaus, bei Kaufland im Berliner Viertel sowie am Wald (Aldi und Lidl) fragen die Schüler, um eine Wahlprognose zu erstellen. In Baumberg sind sie im Einkaufszentrum Holzweg, an der Hauptstraße und vor dem Kaufpark. Mindestens 900 Befragungen soll es geben. Und daraus wird dann eine zweite Wahlvorhersage erstellt.

Hat Ursula Schlößer weiter die Nase vorn?

Zur Erinnerung: Kurz vor den Sommerferien gab es eine erste Aktion dieser Art. Und da hatte die SPD-Bürgermeisterkandidatin Ursula Schlößer knapp die Nase vorn vor Tim Brühland (CDU). Beide rangierten zwischen 25 und 30 Prozent. Daniel Zimmermann (Peto) wurden 14 Prozent prognostiziert, Andrea Stamm (Grüne) elf, Marion Prondzinsky (unabhängig, von der FDP unterstützt) neun Prozent. Deutlich abgeschlagen war Thomas Kuhl mit fünf Prozent. Ein möglicher Kandidat der Linken und der Wählergemeinschaft "Menschen für Monheim" kam auf lediglich drei Prozent.

Doch jetzt sind die Karten neu gemischt. Bekanntlich hat die Linke keinen eigenen Kandidaten. Und die Wählergemeinschaft hat inzwischen nicht irgendwen nominiert, sondern Ex-Bundestagsabgeordnete Lilo Friedrich. Da dürften die Chancen steigen.

Wer noch unentschlossen ist, der sollte am Samstagvormittag mal in Richtung Rathaus schlendern. Da wird man mit Sicherheit regelrecht stolpern über die Infostände der Parteien.

Jeder deutsche oder andere EU-Bürger ab dem 16. Lebensjahr darf wählen. In Monheim sind das 32 909 Personen.

Neben Bürgermeister (blauer Stimmzettel) und Rat (grün) werden am Sonntag, 30. August, von 8 bis 18 Uhr Landrat (gelb) und Kreistag (rot) gewählt. Für die Teilnahme Seniorenbeiratswahl (weißer Stimmzettel) beträgt das Mindestalter 55 Jahre. Das sind 13 501 Personen.

Die Briefwahl kann im Wahlbüro (Rheinischer Saal, Rathaus) beantragt oder auch dort sofort durchgeführt werden. Wahlbenachrichtigung und Personalausweis nicht vergessen - das gilt auch für den Wahlsonntag.

Mehr Informationen gibt es im städtischen Wahlbüro unter Telefon 951 313.

Währenddessen legt die Wählergemeinschaft "Menschen für Monheim" in Sachen Karikaturen noch mal nach. Da amüsiert man sich vor allem über den Bürgermeister, der von oben ein fragwürdiges Ratstreiben beobachtet. Rechts Richtung Schelmenturm sind ironisch die Rathaus-Center III bis V zu sehen.

Die liegende Playmobil-Figur ist eine Anspielung auf die geplatzte Ansiedlung des Freizeitparks. Die Ruderer stehen für eine "Fata Morgana" im Rheinbogen. "Höchste Zeit, das Theater zu beenden", so die Wählergemeinschaft. Ob die Karikatur flächendeckend plakatiert wird, ist noch nicht entschieden.

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