Karl-Heinz Göbel von der SG Monheim befürchtet hohen bürokratischen Aufwand.

Interview
Karl-Heinz Göbel befürwortet grundsätzlich das Bildungspaket, sieht aber auch Schwächen bei der Umsetzung.

Karl-Heinz Göbel befürwortet grundsätzlich das Bildungspaket, sieht aber auch Schwächen bei der Umsetzung.

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Karl-Heinz Göbel befürwortet grundsätzlich das Bildungspaket, sieht aber auch Schwächen bei der Umsetzung.

Was ist als Vorsitzender eines Sportvereins Ihre Meinung zum Bildungspaket?

Göbel: Grundsätzlich finde ich das gut, dass alle Kinder an Bildung, Kultur und Sport teilhaben sollen. Aber die ganze Sache ist unausgegoren.

Was meinen Sie damit konkret?

Göbel: Wir wissen derzeit noch gar nicht, wie wir mit der Stadt abrechnen sollen, wenn Eltern unsere Angebote über das Bildungspaket finanzieren. Der Bund hätte uns als Anbieter von Freizeitaktivitäten mit ins Boot holen sollen. Dann hätten wir gemeinsam eine Lösung finden können, wie sich das genau hätte gestalten können.

Sind schon Eltern mit ihren Kindern, die Anspruch auf Leistungen des Bildungspakets haben, zu Ihnen gekommen?

Göbel: Bis jetzt gibt es noch keine Kinder, deren Mitgliedschaft über das Bildungspaket bezahlt wird. Aber es sind schon Eltern gekommen, die Anträge bei uns stellen wollten. Wir müssen Sie dann an das Sozialamt der Stadt oder die Jobcenter weiterleiten. Aber das zeigt alles, dass das Paket schlecht kommuniziert wurde.

Welche Schwierigkeiten sehen Sie außerdem?

Göbel: Wir befürchten einen hohen bürokratischen Aufwand. Immerhin haben wir etwa 1300 Kinder bis 14 Jahren, die Mitglieder in unserem Verein sind und von denen einige berechtigt sind, Leistungen aus dem Bildungspakt zu erhalten. Wir haben noch Glück, weil wir eine hauptamtliche Kraft bei uns im Verein haben, die Rechnungen oder Bescheinigungen bearbeiten kann. Aber unklar ist, wie sich das mit dem Bildungspaket gestaltet, wenn ein Kind zwei Angebote wahrnehmen will. Die Frage bleibt dann, welches von den beiden aus dem Bildungspaket bezahlt wird. bedi

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