Vor Jahren angeregt, scheitert die Umsetzung an Kosten von mehr als 50000 Euro.

Kreis Mettmann. Vor Jahren hatten die Grünen im Kreistag angeregt, dem Kreis Mettmann ein Klimaschutzkonzept zu verordnen. Damit sollte ermittelt werden, was im Kreis für den Klimaschutz getan wird und wo noch Nachholbedarf besteht.

Trotz Zustimmung keine Umsetzung

Mit ihrem Vorstoß stießen die Grünen damals auf allgemeine Zustimmung bei den anderen Parteien. Doch während andere Städte und Kreise schon längst ein solches Konzept umgesetzt haben, wird dies im Kreis Mettmann noch dauern.

Nach Einschätzung von Reinhard Engmann, Leiter des Umweltamts, wird das Klimaschutzkonzept, das heute im Ausschuss für Umweltschutz, besprochen wird, auf Eis gelegt. Grund sei die finanzielle Lage des Kreises.

Zunächst ging die Kreisverwaltung davon aus, dass das Konzept 20000 Euro kosten wird. Doch es ist teurer: Nach Recherchen des Umweltamts sind über 50000 Euro realistisch.

Ein anderer Grund für die Verschiebung sei aber auch die Tatsache, so Engmann, dass die kreisangehörigen Städte noch sehr zurückhaltend sind, wenn es in Sachen Klimaschutz um die Zusammenarbeit mit dem Kreis geht. "Dabei wäre das für die Erstellung und Umsetzung eines Konzepts wichtig. Denn Klimaschutz kann nur wirksam werden, wenn alle an einem Strang ziehen", sagt er. Doch dies sei im Kreis nicht immer der Fall. "Wir haben es hier mit größeren und selbstbewussten Städten zu tun. Die machen zwar viel in Sachen Klimaschutz - aber in Eigenregie."

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