Die WZ sieht sich zwischen „Tauwetterpreisen“ und Second Hand nach Winterkleidung um.

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In Erkrath ist noch Winterkleidung zu bekommen: C&A-Filialleiterin Sandra Nimmerich zeigt eine Jacke.

In Erkrath ist noch Winterkleidung zu bekommen: C&A-Filialleiterin Sandra Nimmerich zeigt eine Jacke.

Dirk Thomé

In Erkrath ist noch Winterkleidung zu bekommen: C&A-Filialleiterin Sandra Nimmerich zeigt eine Jacke.

Kreis Mettmann. Der Winter ist noch lange nicht zu Ende. Handschuhe und warme Jacke bleiben notwendiges Utensil – Grund zu schauen, ob es im Kreis Mettmann noch Mützen, Jacken und Stiefel zu kaufen gibt.

Auf den ersten Blick ist die Auswahl in der Erkrather Einkaufspassage recht übersichtlich. Strickhandschuhe zu drei Euro gibt es in einem Kinderbekleidungsgeschäft, ansonsten grüßt bereits der Frühling in Form von T-Shirts von den Bügeln.

Besser sieht es in der C&A-Filiale im Bavier-Center aus: Warme Kinderpullis, Herrenwinterjacken, Flanellschlafanzüge, alles ist noch da, wenn auch in kleiner Stückzahl. „Das Sortiment wird bei Not mit Restbeständen aus anderen Niederlassungen aufgestockt“, sagt Filialleiterin Sandra Nimmerich. Falls der Frühling zeitig Einzug hält, würde das Erkrather Geschäft wiederum seine Restbestände bis nach Bayern schicken.

Noch zehn reduzierte Damenwinterjacken gibt es in der Hochdahler Boutique „Lifestyle“. Geschäftsführerin Anne Michel ist hochzufrieden. „Wir sind mit unseren Stückzahlen gut über die Runden gekommen“, sagt sie und freut sich über ihre gelungene Kalkulation. „Die neue Winterware bestellen wir im Juli und verkaufen sie ab August“, erklärt sie und hat bereits Tipps für die Wintermode 2011/12: „Es wird klassischer und femininer.“

Im SKFM-Laden gibt es warme Kleidung noch haufenweise

„Wir sind immer in freudiger Erwartung, was die Spender bringen“, sagt dagegen Christof Berghaus, Kassierer des Hochdahler SKFM-Ladens. Die haben ganz offenkundig ein sicheres Gespür dafür, was wann von den Kunden gebraucht wird: Es gibt haufenweise Winterkleidung. Ein sonnengelber Strickpulli wechselt gerade seinen Besitzer, 1,50 Euro kostet er. Für den echte Nutria, der neben anderen Pelzen auf neue Aufgaben wartet, müssen hingegen 150 Euro in die Kasse fließen. Raritäten hat das Geschäft ebenfalls zu bieten: Einen Muff, Winterkappen, Capes in stattlichen Größen und wattierte Kleinkindhosen.

In Hilden wird mit Prozenten geworben

Ganz im Schnäppchenrausch präsentiert sich die Hildener Innenstadt. An den Schaufenstern und in den Auslagen werben Plakate mit großen Preisnachlässen: 50 Prozent hier, 70 Prozent dort.

Wer sich nach Neandertaler-Art gern in Tierfelle hüllt, wird im Pelzgeschäft an der Mittelstraße fündig; Kristen macht Räumungsverkauf und wirbt mit „Tauwetterpreisen“. Ob Winterstiefel, schwarze Mützen mit Svarowski-Glitzersteinen (69 Euro) oder preiswerte Fellschlüppchen benötigt werden, rings der Mittelstraße ist von allem vieles da. Niemand muss einem Comeback des Winters entgegenbibbern.

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