Die Autos der Landzusteller sind nur mit Allwetterreifen ausgestattet. Das empört so manchen Anwohner.

Velbert. Dass sich die Post am zweiten Tag nach Daisy in ihre abgelegene Wohnlage in Velbert durchgeschlagen hatte, freute die Anwohner am Hackland sehr. Mit welcher Ausstattung die Post ihren Landzusteller mit seinem gelben VW-Caddy losgeschickt hatte, machte WZ-Leserin Gaby Kneer allerdings etwas fassungslos. "Der hatte nicht einmal Winterreifen, geschweige denn Schneeketten", berichtete sie am Montag. Die Anwohner der abschüssigen Straße halfen dem Postboten nicht nur mit einer Schneeschaufel aus, sondern packten direkt auch mit an, den Wagen aus der Schneeverwehung zu befreien. "Dass hier schwer durchzukommen ist, ist gar keine Frage. Wie die Postautos ausgestattet sind, ist ein Witz", empörten sich die Anwohner.

Achim Gahr, Pressesprecher der Post in Düsseldorf, kann die Aufregung der Anwohner nicht verstehen: " Wir stellen überall zu, wo es möglich ist. Und an dem Fall sieht man, dass unsere Mitarbeiter wirklich ihr Bestes geben." Dass Allwetterreifen nicht zum Besten gehören, mit dem man Fahrzeuge im Winter ausstatten kann, ist der Post auch klar. Doch der Postsprecher erklärte auf Nachfrage der WZ: "Wir haben in Deutschland bekanntlich keine Winterreifenpflicht und statten unsere Autos nur dort damit aus, wo es notwendig ist. In unseren Breitengraden ist dies nicht unbedingt der Fall." Die momentane Wetterlage sei sicherlich ein Ausnahmefall.

Worauf Postsprecher Gahr verweist, ist die Schneeräumpflicht. Dieser nachzukommen sei das Beste was die Anwohner tun könnten, damit die Post auch bei diesen Witterungslagen zugestellt wird. Eine Telefonnummer, unter der Anwohner nachfragen können, ob in ihrem Bereich Post zugestellt wird, gebe es, so erklärte der Postsprecher, nicht: "Da wäre höchstens die allgemeine Hotline, doch die wird in diesem Fall kaum weiterhelfen können."

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