Verhaltener Optimismus in der IHK-Konjunkturumfrage.

Mit der Entwicklung der Zulieferindustrie – hier der Autozulieferer Kiekert in Heiligenhaus – steht und fällt die Konjunktur im Kreis Mettmann.
Mit der Entwicklung der Zulieferindustrie – hier der Autozulieferer Kiekert in Heiligenhaus – steht und fällt die Konjunktur im Kreis Mettmann.

Mit der Entwicklung der Zulieferindustrie – hier der Autozulieferer Kiekert in Heiligenhaus – steht und fällt die Konjunktur im Kreis Mettmann.

Dirk Thomé

Mit der Entwicklung der Zulieferindustrie – hier der Autozulieferer Kiekert in Heiligenhaus – steht und fällt die Konjunktur im Kreis Mettmann.

Velbert. Gerd Diestler, stellvertretender Geschäftsführer der IHK Düsseldorf, formuliert die Erwartungen für die Wirtschaftsentwicklung im Kreis Mettmann sehr vorsichtig. "Wir sind optimistisch, dass es dieses Jahr eine positive Entwicklung geben wird. Es wird aber kein schwungvoller Auftrieb, sondern ein mühsamer Weg." Am Donnerstag legte die IHK in Velbert ihren Bericht zur konjunkturellen Lage im Kreis vor.

Die zweimal jährlich vorgenommene Einschätzung der wirtschaftlichen Situation durch die IHK fußt im Kreis Mettmann auf der Befragung von 220 Unternehmen. Am 11. Januar wurde die aktuelle Erhebung abgeschlossen, die immer nach der momentanen Lage im Unternehmen und nach den Aussichten für das nächste Jahr fragt. "220 Unternehmen sind für den Kreis als Größe statistisch okay. Um Ergebnisse für die einzelnen zehn Städte herunterzubrechen, wären 22 Unternehmen pro Stadt zu wenig aussagefähig", erklärt Diestler.

Die Stimmung ist nicht gut, doch sie war schon viel schlechter

Der Kreis unterscheide sich von Düsseldorf deutlich durch seinen Branchenmix, der stärker industriell geprägt sei als in der Landeshauptstadt, erläutert Diestler. "Das Bild ist zurzeit sehr gespalten", fasst Diestler die Untersuchungsergebnisse zusammen. "Die aktuelle Lage wird überwiegend noch negativ gesehen, wenn auch weniger schlecht als im Spätsommer. Die Erwartungen sind dagegen deutlich besser. Es ist die überwiegende Zahl er Unternehmen, die sagen, dass es besser wird."

Nach der von der IHK vorgelegten Statistik wird die wirtschaftliche Lage von 17,9 Prozent der Unternehmen als gut, von 35,8 Prozent als schlecht und von 46,3 Prozent als befriedigend eingestuft. Vor einem halben Jahr fanden sie nur 7,9 Prozent gut, 43,3 Prozent befriedigend und 49Prozent schlecht. Die Zahl der Beschäftigten hinkt dieser leichten Verbesserung noch hinterher. 48 Prozent der befragten Unternehmen gab an, weniger Beschäftigte als vor einem Jahr zu haben, bei nur 11,6 Prozent ist die Beschäftigtenzahl gewachsen.

"Die Auftragseingänge bei den Unternehmen sind noch deutlich niedriger als vor einem Jahr", berichtet der IHK-Konjunkturfachmann. Dies sei ein deutliches Zeichen dafür, dass die Konjunktur noch nicht über den Berg ist.

Entscheidend dafür, ob sich die leicht optimistischen Erwartungen der Unternehmen erfüllen, sei im Kreis Mettmann, so Diestler, immer noch die Entwicklung bei der Zulieferindustrie, aber auch des Einzelhandels. "Und der steht natürlich in Konkurrenz mit den umliegenden Städten."

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