Velberts Baudezernent wird vorgeworfen, fremdenfeindlich argumentiert zu haben.

Dezernent Andres Wendenburg steht in der Kritik, sich rassistisch geäußert zu haben.
Dezernent Andres Wendenburg steht in der Kritik, sich rassistisch geäußert zu haben.

Dezernent Andres Wendenburg steht in der Kritik, sich rassistisch geäußert zu haben.

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Dezernent Andres Wendenburg steht in der Kritik, sich rassistisch geäußert zu haben.

Velbert. Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung Velbert muss sich heftiger Kritik stellen: Andres Wendenburg, Leiter des Baudezernats, soll sich in einem Fernsehbeitrag des Senders SAT 1 zum Velberter Flüchtlingsheim, der auch im Internet zu sehen ist, rassistisch geäußert haben.

Als die Fernsehreporter Wendenburg mit den maroden Zuständen und deren Ursachen konfrontierten, soll er geantwortet haben, dass es bedingt durch Krieg und andere Traumatisierungen durchaus möglich sei, dass man dann die normalen Verhaltensweisen im Sanitärbereich nicht ausüben kann.

Die Verfasser eines Schreibens empfinden dies als menschenverachtend. Es gebe keinerlei sachliche Argumente, aus denen man schließen könne, dass Herkunft, Krieg oder Traumatisierung einen Einfluss auf die Fähigkeit haben, eine Dusche dem Zweck entsprechend zu nutzen, steht in einem Brief, der die WZ-Redaktion erreicht hat.

Kritiker fordern die Entlassung des Baudezernenten

Daran wird gefordert, dass Wendenburg aus seinem Amt entlassen werden soll. „Es kann nicht angehen, dass Menschen mit ausgeprägter rassistischer Gesinnung, welche sich in diskriminierenden Aussagen wie die oben zitierte äußern, derartige Ämter bekleiden.“

Die Stadt Velbert stärkt ihrem Dezernenten den Rücken. „Ich weise die Vorwürfe aufs Schärfste zurück. So hat Herr Wendenburg das nie gesagt“, sagt Stadtsprecher Hans-Joachim Blißenbach, dem das Schreiben bekannt ist. „Das ist aus dem Zusammenhang gerissen dargestellt“, sagt er.

Auf WZ-Nachfrage bestätigte die SAT 1-Redaktion jedoch, dass der Beitrag im Internet der Originalfassung entspricht. Danach hat der Baudezernent wörtlich gesagt: „Fachkreise sagen ja, dass manche Menschen auch wirklich traumatisiert sind durch die Kriege und Katastrophenerlebnisse, und da kann es durchaus sein, dass man nicht so die normalen Verhaltensweisen im Sanitärbereich ausüben kann.“

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