Die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft machte 2016 die 20. Auflage noch komplett. Jetzt messen sich die Hildener Klubs im Futsal, der modernen Variante der Sportart.

Die Niederlage im Endspiel war eine schmerzvolle Erfahrung für die Akteure des Marokkanischen SV.
Die Niederlage im Endspiel war eine schmerzvolle Erfahrung für die Akteure des Marokkanischen SV.

Die Niederlage im Endspiel war eine schmerzvolle Erfahrung für die Akteure des Marokkanischen SV.

Torhüter Louis Klein feierte nach dem Sieg des VfB 03 im Siebenmeterschießen mit seinen Teamkollegen.

Staschik, Bild 1 von 2

Die Niederlage im Endspiel war eine schmerzvolle Erfahrung für die Akteure des Marokkanischen SV.

Hilden. Im vergangenen Jahr ging die 20. Auflage der Stadtmeisterschaft im Hallenfußball über die Bühne. Und das Hallenmasters erfüllte die Erwartungen der Fans, denn die sahen spannende Begegnungen und mit dem B-Kreisligisten Marokkanischer SV einen überraschenden Finalisten, der sich erst im Siebenmeterschießen dem großen Favoriten VfB 03 geschlagen gab. Das Oberliga-Team des Hildener Traditionsklubs musste zuvor im Halbfinale die eigene Reserve aus dem Rennen werfen. Das Unterfangen gelang, wenn auch mit einem 1:0-Sieg nur knapp. Im Spiel um den dritten Platz wies die VfB-Zweite dann den AC Italia mit 3:1 in die Schranken.

Die Vereine stellten zahlreiche Anfragen für Hallenzeiten

Für das Hallenmasters beginnt nun in diesem Jahr eine neue Ära. Das liegt nicht nur daran, dass sich Reinhard Gatzke, bisher Sportdezernent der Stadt Hilden und seinerzeit Initiator der Titelkämpfe, in den Ruhestand verabschiedete und sich mit Sönke Eichner erstmals sein Nachfolger den Sportlern in der Halle am Bandsbusch vorstellt. Viel wichtiger noch ist die Änderung des Spielmodus, denn erstmals steigt das Hallenmasters als Futsal-Turnier. Und die moderne Variante des klassischen Hallenfußballs dürfte die zehn teilnehmenden Mannschaften durchaus vor Probleme stellen. Doch Claudia Ledzbor versprüht Zuversicht. „Ich habe ein positives Gefühl. Auf jeden Fall gab es keine negativen Reaktionen, vielmehr fragen alle nach Hallenzeiten, damit sie noch etwas trainieren können“, sagt die Leiterin des Sporbüros. Und ergänzt: „Bernd Biermann freut sich total.“ Der Vorsitzende des Fußballkreises Düsseldorf brachte den Wechsel zur Futsal-Variante erst ins Gespräch.

Eine Diskussion über die Größe der Tore, die über die vielen Jahre immer wieder aufflammte, bleibt den Verantwortlichen damit erspart: Gemäß den Futsal-Regeln sind die kleineren Handball-Tore zwingend vorgeschrieben. Die Chancengleichheit sieht Claudia Ledzbor in jedem Fall erhöht, „weil nun alle Futsal spielen müssen“.

Die Ambitionen des Marokkanischen SV sind nach dem guten Abschneiden in 2017 auf jeden Fall hoch. Auch wenn die Auslosung, die Fernsehmoderator Sven Lorig durchführte, für den MSV eine starke Gruppe bereithält, in der Oberligist VfB 03 und Bezirksliga-Absteiger SpVg. 05/06 zu den Favoriten zählen. „Wir wollen so weit wie möglich kommen – und am besten gewinnen“, formuliert Feisal El Halimi die Zielsetzung des letztjährigen Vizemeisters. An der Einstellung des MSV-Trainers ändert auch der Wechsel zum Futsal nichts. „Ich weiß nicht, ob die Jungs alle neuen Regeln im Kopf behalten, aber wir haben schon ein paar Sachen trainiert und ausprobiert“, berichtet El Halimi. Zweimal bat er zum Sonder-Training in die Halle. Zugleich unterstreicht er: „Auch für die anderen Teams wird es schwierig.“ Der Reiz des Hallenmasters ist für ihn nach wie vor sehr hoch. „Dieses Turnier war schon immer etwas Besonderes und ich freue mich, daran teilzunehmen.“

Etwas zurückhaltender geht Marcel Bastians vom VfB 03 den stadtinternen Vergleich an. Gleichwohl betont der Trainer des Oberliga-Teams: „Klar wollen wir den Titel verteidigen. Das ist immer eine schöne Sache.“ Eine besondere Vorbereitung gibt es dafür nicht, denn der Fokus liegt eindeutig auf der Meisterschaft und dem Pokal-Viertelfinale gegen den Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen.

Als klassenhöchstes Team hat der VfB den Anspruch, zu gewinnen

Heute Abend geht es aber zumindest einmal zum Hallentraining. „Futsal ist ungewohnt für alle, aber auch das werden wir noch hinbekommen“, stellt Bastians fest. Zugleich betont er: „Als klassenhöchste Mannschaft müssen wir den Anspruch haben, das Turnier zu gewinnen.“

Die Verantwortlichen des SV Nord, der sich über viele Jahre mit dem VfB 03 einen harten Kampf um die Krone lieferte, legen den Fokus hingegen auf die Organisation. „Wir sind stolz darauf, dass wir die Ersten sind, die die Stadtmeisterschaft als Futsal-Turnier durchführen dürfen“, erklärt Volker Neumann. Zugleich hofft der Vorsitzende, dass die Norder Truppe, die von der Verbandsliga bis in die Kreisliga B abgerutscht ist, den Sprung in das Halbfinale schafft. „Das wäre schon ein Erfolg und für die Moral der Jungs sehr wichtig“, betont Neumann. Nicht nur auf dem Feld, sondern auch als Ausrichter wollen sich die Norder gut verkaufen.

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