Nach Futsal-Regeln spielten erstmals die zehn Teams um den Titel – und das Turnier fand bei Spielern, Trainern und Zuschauern großen Anklang.

Ausgelassene Freude: Die zweite Mannschaft des VfB 03 Hilden mit dem Wanderpokal.
Ausgelassene Freude: Die zweite Mannschaft des VfB 03 Hilden mit dem Wanderpokal.

Ausgelassene Freude: Die zweite Mannschaft des VfB 03 Hilden mit dem Wanderpokal.

Olaf Staschik

Ausgelassene Freude: Die zweite Mannschaft des VfB 03 Hilden mit dem Wanderpokal.

Hilden. Spannung bis zur letzten Minute bot die Hildener Stadtmeisterschaft. Erstmals kämpften die zehn Mannschaften nach Futsal-Regeln um die Krone – und alle Fußballer waren mit Feuereifer dabei. Dabei verlangte der Wettstreit den Kickern einiges ab. Und weil Futsal mehr auf Technik als auf körperbetonte Spielweise setzt, waren die Akteure vor allem in der Schnelligkeitsausdauer gefordert: Dem Gegner den Ball ohne Foul abzuluchsen erfordert eben viel Beinarbeit. In der Finalrunde forcierten die Kontrahenten noch einmal das Tempo. Und fanden damit viel Anerkennung bei den Zuschauern.

Beide Mannschaften kämpften um jeden Zentimeter Hallenboden

Die ganz große Überraschung gab es erst im Finale, denn da forderte die Zweite des VfB 03, die in der Fußball-Bezirksliga auf Rang zwei überwintert, die vermeintlich stärkere Erstvertretung heraus, die in der Oberliga aktuell Platz fünf belegt. Am Ende setzte sich die Mannschaft von Sascha Borsic mit 1:0 durch. Den Siegtreffer der Reserve erzielte Marvin Bell bereits nach zwei Minuten, als er eine Kombination erfolgreich abschloss und Thomas Angenendt keine Abwehrchance ließ. Angenendt, der eigentlich zum Bezirksliga-Kader gehört, stand diesmal im Oberliga-Team, weil dessen etatmäßiger Keeper Bastian Sube im Urlaub weilt, sein Vertreter Torben Richter verletzt ist und Zugang Germann Brozmann noch keine Spielberechtigung hat. Einen weiteren Treffer ließ Angenendt nicht zu, parierte vielmehr kurz danach in glänzender Manie einen Schuss von Kai Stanzick (5.).

In der Folge kämpften beide Mannschaften um jeden Zentimeter Hallenboden. Das Oberliga-Team, das diesmal auf das Kommando von Co-Trainer Fabian Andree hörte, mühte sich redlich, wusste sich aber keine wirklich gute Ausgleichschance zu erarbeiten. „Das war eine ziemlich durchwachsene Leistung, wir haben nicht gut kombiniert“, gestand Andree. Positiv aus seiner Sicht: „Es hat sich keiner verletzt.“ Einen Wermutstropfen gab es für den Oberligisten aber doch, denn Manuel Schulz kassierte im letzten Vorrundenspiel gegen die eigene Reserve, das die Erste bereits mit 2:0 für sich entschied, acht Sekunden vor dem Abpfiff die rote Karte wegen Handspiels und fällt damit für das erste Testspiel aus.

Rundum zufrieden war Sascha Borsic. „Die Jungs haben sich das verdient“, erklärte der Coach des VfB 03 II. Und schob gleich den wesentlichen Grund nach: „Wir haben im gesamten Turnierverlauf kein Gegentor kassiert – das gab es wohl noch nie.“ Für Borsic war der Gewinn der Hildener Stadtmeisterschaft das i-Tüpfelchen auf eine bislang starke Saison, die sein Team auf Rang zwei in der Bezirksliga führte. „Da kann man als Trainer nur stolz sein“, strahlte der 47-Jährige übers ganze Gesicht. Schon in der Vorrunde unterstrich die VfB-Zweite mit vier Siegen und zwölf Toren ihre Ambitionen und verwies das Oberliga-Team klar auf Rang zwei, zumal die Erste gleich zum Auftakt beim 2:2 gegen den letztjährigen Finalgegner schon Federn ließ.

Zufrieden war am Ende auch Ausrichter SV Nord. Beide Mannschaften kämpften um den Einzug in die Endrunde. Letztlich hatte die Zweite bei Punktgleichheit aufgrund des besseren Torverhältnisses als Gruppenzweiter knapp die Nase vorn. Durchaus verdient, entschied sie doch den internen Vergleich in der Vorrunde mit 3:1 für sich. Im Halbfinale geriet die Norder Reserve durch einen Strafstoß auf die Verliererstraße – Alen Vincazovic verwandelte sicher für den VfB 03, Dominik Mailath legte das 2:0 nach. Wesentlich mehr Chancen hatten die Norder im Spiel um Platz drei, doch weil sie die nicht entschlossen nutzten, hatten sie in der fünfminütige Verlängerung das Nachsehen. Thomas Priebke erzielte mit einem schönen Schuss aus der Drehung den Siegtreffer des SV Ost.

Jannik Weber und Patrick Percoco machten den Sieg klar

Für die Mannschaft des SV Ost war Rang drei die Belohnung für einen tollen Auftritt in der Vorrunde, als sie mit vier Siegen auftrumpfte und dabei den SV Nord I mit 3:0 schlug. Die Niederlage im Halbfinale gegen das Oberliga-Team des VfB 03 kam nicht überraschend, gleichwohl verkaufte sich die Ost-Truppe gut. Als VfB-Keeper Angenendt ausrutschte, nutzte Paul Lange die Gelegenheit zur frühen 1:0-Führung. Erst in der Schlussphase machten Jannik Weber und Patrick Percoco den Sieg des Favoriten klar.

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