Es sah nicht gut aus gegen Bocholt. Dann startet der Oberligist durch.

Es sah nicht gut aus gegen Bocholt. Dann startet der Oberligist durch.
Mit zwei Toren lag Bocholt bereits vorne. Beinahe hätte der VfB Hilden noch einen dritten Treffer kassiert.

Mit zwei Toren lag Bocholt bereits vorne. Beinahe hätte der VfB Hilden noch einen dritten Treffer kassiert.

Olaf Staschik

Mit zwei Toren lag Bocholt bereits vorne. Beinahe hätte der VfB Hilden noch einen dritten Treffer kassiert.

Hilden. Die Fußballer des VfB brauchten auf eigenem Kunstrasen mal wieder einige Zeit, ehe sie richtig auf Touren kamen. Diesmal gerieten sie zwar nicht schon nach elf Sekunden in Rückstand, doch die Bocholter Führung kam nicht minder überraschend wie seinerzeit gegen den FC Kray. Andre Bugla trieb den Ball über die rechte Seite und seine flache Hereingabe drückte Tim Elsinghorst, der schlichtweg einen Schritt schneller als Justin Härtel war, entschlossen über die Linie (12.). Das erste echte Lebenszeichen gaben die Platzherren erst kurz vor der Pause ab, als FC-Torhüter Marius Delker nach einem langen Pass aus der Hildener Hälfte so eben vor Pascal Weber klärte (40.).

Nur der Pfosten rettete den VfB vor dem 0:3-Rückstand

Nach dem Wiederanpfiff fanden die Gastgeber besser in die Begegnung. Pascal Weber scheiterte mit einem überraschenden 14-Meter-Schuss am Schlussmann (54.), kurz danach hatte der Stürmer nach Vorarbeit von Al-Bazaz erneut das Nachsehen gegen den Keeper. Und dann drängte Bas Reekers den Hildener Angreifer ins Toraus ab (55.). Die anschließende Ecke der Hildener verpuffte – statt dessen konterten die Gäste zum 2:0. Öztürk bediente vom linken Flügel den in der Mitte lauernden Philipp Meißner, der trocken vollendete. Wenig später stand die Mannschaft von Marcel Bastians vor dem endgültigen K.o., denn nach einem weiteren schnellen Vorstoß über Bugla hatte Elsinghorst vor Schlussmann Bastian Sube freie Bahn, jagte den Ball aber neben den rechten Pfosten und vergab damit eine Chance der Marke „hundert Prozent“.

Der Glaube des VfB 03 an die eigenen Schlussspurtfähigkeiten versetzte schließlich Berge. „Wir haben noch eine halbe Stunde“, rief Fabian zur Linden. Irgendwie hatten diese Worte Signalwirkung. Stefan Schaumburg passte auf Jannik Weber, aber der FC-Torhüter parierte. Im Nachsetzen traf Schaumburg jedoch zum 1:2 (63.). Acht Minuten später setzte der Kapitän mit einem weiten und vor allem präzisen Pass aus der eigenen Hälfte Pascal Weber in Szene, der plötzlich freie Bahn vor Torhüter Delker hatte und zum 2:2 (73.) ausglich.

„Es spricht für die Truppe, dass sie bis zuletzt an sich glaubt und in der Lage ist, nach einem 0:2-Rückstand noch zurückzukommen“, stellte Marcel Bastians fest. Von Euphorie war der Trainer in diesem Moment aber weit entfernt.

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