Die Hildener verlieren gegen den TuS Bösinghoven 0:3.

Toni Molina wirkte angefressen. „Ich gehe kaputt“, machte der Trainer des VfB 03 seinem Ärger Luft, als Takehiro Kubo unbedrängt von der linken Strafraumseite abzog und zum 2:0 (65.) für Bösinghoven traf.

Torchancen gibt es, aber bleiben wirkungslos

Molina tigerte fassungslos an der Seitenlinie entlang, denn kurz zuvor wähnte er seine Mannschaft noch im entscheidenden Vorteil. Letztlich war es die Schlüsselszene der Begegnung. Nach einem langen Pass von Dennis Krol brachte Georgios Kalomoiris zwei Meter vor dem Strafraum Jannik Weber zu Fall. Weil der Torhüter in diesem Fall als letzter Mann die Notbremse zog, zückte Schiedsrichter Alexander Schuh die rote Karte. Zeitgleich brachte Molina mit Pascal Weber und Eremias Ghebremedhin zwei frische Offensivkräfte. Der anschließende Feistoß von Stefan Schaumburg stellte Ersatzkeeper Marius Delker vor keine großen Probleme. Im Gegenzug bewiesen der Bösinghovener Kubo jedoch die notwendige Kaltschnäuzigkeit, die am Ende den Unterschied ausmachte.

Nach dem 0:2-Rückstand trieb Molina seine Mannschaft weiter nach vorne. Allerdings taten sich die Hildener trotz Überzahl in der Vorwärtsbewegung sehr schwer und eröffneten den Gästen gute Konterchancen. So stürmte Enez Öz über die linke Außenbahn, seinen Schuss vermochte Asterios Karagiannis jedoch zu parieren. Und der VfB-Torhüter klärte kampfstark auch noch gegen den nachsetzenden Lucas Reinert (70.).

Auf der anderen Seite ging ein Kopfball von Manuel Schulz nach Schaumburg-Ecke über den Kasten (81.). Zwei Minuten später folgte der nächste Rückschlag für die Platzherren, als Daniel Klinger einen Freistoß auf Enes Öz zirkelte, der freistehend gegen die Laufrichtung von Karagiannis zum 3:0 einköpfte. Ein Treffer, der Toni Molina ins Mark ging – sprachlos nahm der Trainer des VfB 03 auf der Bank Platz. Die letzte gute Chance der Hildener zum Anschlusstreffer vergab Schaumburg nach einem Diagonalpass von Schulz (85.).

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