Deutliche Niederlage spiegelt die Leistung der Mettmanner nicht wider.

handball-oberliga
Im Hinspiel gegen Königshof siegten die Handballer von ME-Sport (r.: Maik Schneider) 45:38. Archiv

Im Hinspiel gegen Königshof siegten die Handballer von ME-Sport (r.: Maik Schneider) 45:38. Archiv

Stefan Fries

Im Hinspiel gegen Königshof siegten die Handballer von ME-Sport (r.: Maik Schneider) 45:38. Archiv

Mettmann. Auch wenn sich über die Weihnachtspause die personelle Situation bei den Oberliga-Handballern von Mettmann-Sport entspannt hat, macht sich das zählbar noch nicht bemerkbar. Mit 23:32 (9:15) verloren sie ihr Nachholspiel bei der HG Remscheid. Allerdings war bei dem Tabellenführer auch kaum mit einem Punktgewinn zu rechnen.

Gäste vergeben beste Chancen

So haderte nach dem Spiel Trainer Markus Neusser auch weniger mit der Tatsache der Niederlage als mit der Höhe: „Jeder, der in der Halle war, hat gesehen, dass Remscheid die bessere Mannschaft war. Aber das Ergebnis spiegelt nicht unsere Leistung wider.“ Mit einem Fünf-Tore-Unterschied hätte sich Neusser noch zufrieden gegeben. Doch er sah auch, dass seine Mannschaft die Deutlichkeit der Schlappe selbst verschuldet hatte: „Wir arbeiten uns in der zweiten Halbzeit auf zwei Tore ran, und dann verkeult Tim Schirweit einen Tempogegenstoß und Christian Klein einen Siebenmeter. Das geht einfach nicht.“

Tatsächlich sprechen insgesamt vier verworfene Siebenmeter von Klein, Maik Schneider und Jens Flemmig und drei frei vor dem Tor verworfene Konter nicht für die Abschlusssicherheit der Mettmanner. Aber woher sollte das Selbstvertrauen auch kommen? Die letzten Punkte holte Neussers Team am 2. Oktober gegen Wülfrath und verlor danach acht Spiele am Stück. Am Ende machte sich in Remscheid die funktionierende, aber kraftraubende offensive Deckung über das ganze Spiel bemerkbar. Und der Tabellenführer setzte sich mit vier Kontern in Serie von Mettmann deutlich ab.

Ob am Samstag bei Adler Königshof (20 Uhr, Johannes-Blum-Straße 101, Krefeld) die Negativserie abreißt, muss skeptisch gesehen werden, wie auch Neusser sagt: „Sicher ist Königshof schlagbar. Es ist aber ein heimstarker Gegner, der das Hinspiel garantiert nicht vergessen hat.“ Da überraschte Mettmann nämlich mit einem 45:38-Auftaktsieg gegen den damaligen hohen Favoriten.

Gegen die Krefelder wird ME-Sport erstmals wieder einen komplett gefüllten Kader haben. Neben Robin Flemmig, der in Remscheid noch etwas nervös auftrat, und Torhüter Matthias Piecuch, der ein gutes erstes Spiel für Mettmann machte, ist dann auch der junge Jan Schirweit dabei. Er fehlte in Remscheid noch, weil zeitgleich die Ohligser A-Jugend, in der der Mettmanner mit Doppelspielrecht zuhause ist, ein Nachholspiel hatte. Trainer Neusser bringt es auf den Punkt: „Die Jungs brauchen jetzt einfach endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Es nutzt nichts, wenn wir immer wissen, dass wir gar nicht schlecht gespielt haben, aber am Ende ohne Sieg dastehen. In Königshof dürfen wir uns keine spielerische Auszeit nehmen.“

Piecuch, Ordon, Sippli (n.e.) – Wittgens, Osterc (1), Werner (1), Späth (3), Klein (3/1), Schneider (3/1), T. Schirweit (3), R. Flemmig (2), J. Flemmig (7/1), Metz (n. e.)
 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer