Die Haaner treten bei TuSEM Essen II an.

Haan. Der Meisterschaftsauftakt der Unitas Haan im neuen Jahr misslang, doch nach der bitteren Niederlage im Derby gegen die SG Langenfeld starteten die Unitas-Handballer eine Aufholjagd, die die Konkurrenz im Abstiegskampf erblassen lässt. Als abgeschlagenes Schlusslicht gingen die Haaner in die Winterpause, aber fünf Siege in den letzten fünf Begegnungen katapultierten die Mannschaft von Ronny Lasch auf den zwölften Platz.

Damit steht der Klassenneuling nur drei Punkte hinter Rang elf, der den sicheren Verbleib in der Oberliga bedeutet. Einen großen Anteil am Aufschwung hat auch Stefan Graedtke. Noch im November und Dezember haderte der ehrgeizige Torhüter mit der misslichen Lage der Unitas, die sich nach einer beispiellosen Negativserie am Tabellenende wiederfand. Mit dem Aufschwung im neuen Jahr fühlt sich der gebürtige Wülfrather wieder pudelwohl im Klub, liefert reihenweise gute Vorstellungen und ist damit ein großer Rückhalt der Unitas-Abwehr.

Sein Lob gilt aber vor allem dem neuen Trainer Ronny Lasch und der Mannschaft. „Die Mischung stimmt. Ronny arbeitet echt gut mit jungen Leuten“, stellt Graedtke fest. Für den regionalliga-erfahrenen Keeper ist die veränderte Taktik nicht minder wichtig. „Wir wechseln jetzt nicht mehr so viel, nur noch rechts oder links – dadurch kommt mehr Stabilität rein und die Abstimmung ist besser“, betont er. Graedtke macht der Handball inzwischen wieder richtig Spaß. „Wenn es so läuft, nehme ich das gerne mit bis zum Saisonende“, sagt er gut gelaunt. Wohlwissend, dass der Kampf um den Oberliga-Erhalt für die Haaner längst realistische Formen angenommen hat.

Unitas will Essenern ihr Spiel von Beginn an aufdrücken

Am Sonntag will Stefan Graedtke mit seiner Mannschaft bei TuSEM Essen II die Erfolgsserie fortsetzen und das halbe Dutzend vollmachen. Im Hinspiel hatten die Haaner nur knapp mit 24:27 das Nachsehen. „Zur Pause haben wir noch geführt“, erinnert sich Ronny Lasch. „Das war ein verschenkter Sieg“, stellt der Unitas-Trainer fest. Von Geberlaune kann daher diesmal nicht die Rede sein. „Wir wollen den Essenern von Anfang an unser Spiel aufdrücken“, erklärt Lasch. Und baut erneut auf eine kompakte Abwehrarbeit.

Allerdings nehmen die personellen Probleme nicht ab. Denn nun erwischte die Grippewelle Dawid Rosiak und Christian Mohaupt. Zudem klagt Marcel Billen über Knieprobleme.

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