In der Oberliga gelang den Handballern aus Haan die Revanche gegen ME-Sport. Der TuS Lintorf kam zum Saisonabschluss zu einem guten 27:27 gegen Angermund.

In der Oberliga gelang den Handballern aus Haan die Revanche gegen ME-Sport. Der TuS Lintorf kam zum Saisonabschluss zu einem guten 27:27 gegen Angermund.
Janis Löwenstein (r.) passte den Ball in dieser Szene zu Christoph Lesch (l.), Angermunds Brian Burns fand keinen Zugriff.

Janis Löwenstein (r.) passte den Ball in dieser Szene zu Christoph Lesch (l.), Angermunds Brian Burns fand keinen Zugriff.

Der Haaner Torhüter Dario Musacchio glänzte mehrfach mit Paraden, wie hier gegen den Mettmanner Lucas Klein.

Achim Blazy, Bild 1 von 2

Janis Löwenstein (r.) passte den Ball in dieser Szene zu Christoph Lesch (l.), Angermunds Brian Burns fand keinen Zugriff.

Kreis Mettmann. Die Aussicht auf das Saisonende verlieh den angeschlagenen Spielern unerwartet Flügel, denn im Oberliga-Derby zwischen der DJK Unitas Haan und Mettmann-Sport liefen auch jene Akteure auf, die zuletzt in den Überlegungen der Trainer aufgrund von Verletzungen keine Rolle spielten. Und das galt für beide Lokalrivalen gleichermaßen. So trat überraschend bei MESport nach mehrmonatiger Pause aufgrund einer Herzmuskelentzündung Andre Loschinski wieder in Aktion. Auf der anderen Seite trug auch Thomas Sorgnit (Riss des Syndesmosebandes) das Unitas-Trikot – allerdings nur für einen Siebenmeter, den er sicher zur Haaner 19:12Pausenführung verwandelte. Am Ende hatten die Haaner Handballer mit 36:28 die Nase vorne und nahmen damit eindrucksvoll Revanche für die knappe Ein-Tor-Niederlage im Hinspiel.

„Letztlich war das Spiel ein Spiegelbild unserer Saison.“

Kai Müller, Unitas-Trainer, zu einer Partie und einer Spielzeit mit Höhen und Tiefen

Für die rund 300 Zuschauer hatte der Lokalkampf trotz der letztlich klaren Kräfteverhältnisse auch eine spannende Note. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht und die Mettmanner wieder ins Spiel gebracht“, erklärte Kai Müller, der trotz des klaren Erfolges die Partie kritisch analysierte. „Letztlich war das Spiel ein Spiegelbild unserer Saison“, stellte der Unitas-Trainer nach einem kurzen Moment des Überlegens fest. Will heißen: Sein Team bot einen wechselhaften Auftritt mit Höhen und Tiefen. Zu den guten Momenten gehörte zweifellos die Anfangsphase, als Domagoj Golec, Raphael Korbmacher und Lennard Austrup die Hausherren mit 3:0 in Front warfen. Erst danach erzielte Lucas Klein den ersten Treffer für das ME-Sport-Team, das sich nach zwölf Minuten bereits mit 4:10 im Rückstand sah. Nach einer Auszeit von Jürgen Tiedermann vermochten die Mettmanner die Begegnung zumindest ausgeglichener zu gestalten, auch wenn im Angriff längst nicht alles rund lief – auch, weil Unitas-Torhüter Dario Musacchio bei seiner Abschiedsvorstellung etliche Paraden zeigte.

Nach dem Seitenwechsel verlief die Partie bis zum 22:13 (34.) durch Golec aus Haaner Sicht noch in geordneten Bahnen. Dann aber drehten die Mettmanner plötzlich auf. Als Lukas Klein einen Pass abfing und per Tempogegenstoß auf 19:23 (37.) verkürzte, hatte Kai Müller plötzlich Redebedarf. Den Angriffsschwung der Gäste bremste diese Auszeit nicht. Vielmehr brachte Loschinski sein Team vier Minuten später in Überzahl auf 23:24 (42.) heran und verkürzte später auch auf 26:28 (49.).

Dazwischen sahen die Zuschauer einen offenen Schlagabtausch. Dann aber zogen die Haaner mit drei Treffern in Folge auf 31:26 (51.) davon – damit war ME-Sport der Zahn gezogen. Den Schlusspunkt setzte Marcel Obermeier mit einem Konter zum 36:28. „In der ersten Halbzeit war ich mit der Einstellung unzufrieden. Als wir in der zweiten Halbzeit herangekommen sind, haben wir die gleichen Fehler wie in der ersten Halbzeit gemacht“, lautete die schlichte Analyse von Mettmanns Coach Jürgen Tiedermann. bs

TV Angermund sichert sich Punkt dank eines Kraftakts am Ende

Der TuS Lintorf und der TV Angermund lieferten sich zum Saisonausklang ein spannendes Derby, erheblich spannender jedenfalls als das einseitige Hinspiel (30:21 für den TVA). Das 27:27 ist am Ende als völlig gerecht anzusehen. Dabei sahen die Lintorfer, die in diesem dramatischen Abstiegskampf ihre letzten vier Punktspiele alle gewonnen hatten, nach 52 Minuten (27:22) wie die Sieger aus. Aber das wollten die Gäste niemals so stehen lassen. Mit einem gewaltigen Endspurt nahmen sie doch noch ihren Punkt mit. Ihr alles überragender Akteur war Joscha Peltz. Der 25-jährige Keeper hielt in der Schlussphase bei 27:27 – 80 Sekunden vor dem Ende – einen Strafwurf von Marius Haverkamp und zeigte insgesamt 18 feine Paraden.

Aber auch die Lintorfer hatten mit Laurits Gerdes einen Klasse-Torwart in ihren Reihen (22 Paraden). „Wenn man kurz vor Schluss mit fünf Toren führt, dann darf man das Spiel nicht mehr aus der Hand geben“, sagte Dirk Bauerfeld, der Co-Trainer. Ob er Töpfers Nachfolger wird, war immer nicht zu erfahren. Und Uli Richter, der TVA-Coach: „Lintorf hat 55 Minuten lang mächtig Gas gegeben. Hier einen Punkt mitzunehmen, war nicht einfach. Erschwerend hinzu kam die frühe Verletzung von Nici Töpfer. Er fehlte uns.“ Töpfer war schon nach fünf Minuten mit Tim Bauerfeld zusammen geprallt. Ein geschwollener Knöchel lässt wenige Gutes erahnen. wm

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