Gegen den Drittletzten HG Remscheid gewinnt das Team 30:22.

HAndball-Oberliga
Unitas-Keeper Stefan Graedtke war diesmal ein sicherer Rückhalt für sein Team. Archiv

Unitas-Keeper Stefan Graedtke war diesmal ein sicherer Rückhalt für sein Team. Archiv

Olaf Staschik

Unitas-Keeper Stefan Graedtke war diesmal ein sicherer Rückhalt für sein Team. Archiv

Haan. Wochenlang schrieben die Unitas-Handballer nur Negativ-Schlagzeilen. In Remscheid aber waren die Haaner plötzlich nicht mehr wiederzuerkennen, lieferten wohl ihre bislang beste Saisonleistung ab und belohnten sich mit zwei wichtigen Punkten im Abstiegskampf.

Der Sieg über den Drittletzten nährt die Hoffnung des Aufsteigers, den Oberliga-Verbleib vielleicht doch noch realisieren zu können. „Die Mannschaft hat das taktische Konzept von Anfang bis Ende konsequent durchgezogen“, fand Ronny Lasch. Dem Chefcoach stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben.

Entschlossenes Auftreten der Haaner Handballer

Von der ersten Minute an demonstrierten die Haaner diesmal ihre Entschlossenheit, dem Negativtrend in der Oberliga endlich Einhalt zu gebieten. Die Partie blieb in den ersten acht Minuten ausgeglichen. Dann neigte sich die Waagschale jedoch allmählich zugunsten der Haaner.

Erst nutzte Thomas Sorgnit einen Siebenmeter zum 3:3, dann hielt Stefan Graedtke einen Wurf von Niese und den Tempogegenstoß schloss Monty Kreisköther zum 4:3 ab – es war die erste Führung der Unitas, die sich danach kontinuierlich absetzte. Auch, weil Graedtke sich diesmal in Topform präsentierte und eine Glanzparade nach der anderen lieferte.

Nach dem 5:3 durch Billen nahm Heino Kirchhoff seine erste Auszeit. Da hoffte der Remscheider Trainer noch, den Angriffswirbel der Gäste schnell unterbinden zu können. Doch das Unterfangen misslang. Zwar verkürzte Marc Schössler mit einem Aufsetzer von linksaußen auf 4:5 (9.), doch danach setzten sich die Unitas-Handballer mit sechs Toren in Folge auf 11:4 ab und behaupteten zur Pause einen sicheren Acht-Tore-Vorsprung.

Dawid Rosiak (Bauchmuskelzerrung) trug seinen Teil mit drei sicher verwandelten Siebenmetern bei, für die ihn Ronny Lasch eigens immer wieder einwechselte.

Wichtig aus Haaner Sicht waren auch die ersten Minuten der zweiten Halbzeit. Janik Köhler, der diesmal wesentlich engagierter auftrat, setzte mit einem trockenen Wurf aus dem Rückraum zum 18:9 (32.) gleich das richtige Zeichen, auch wenn kurz danach Lukas Steinhoff vom Kreis auf 10:18 verkürzte.

Dann kassierten die Gastgeber gleich zwei Zeitstrafen in einer Aktion. In zweifacher Überzahl trafen die Haaner zum 22:10 (39.). Das Spiel wirkte nun zerfahrener. Wichtig für die Unitas war jedoch, dass sie eine weitere Zeitstrafe für die Remscheider zur 24:12-Führung (45.) verwertete und damit jeglichen Zweifel am zweiten Saisonsieg im Keim erstickte. Wenig später lagen die Gäste sogar mit 27:14 (50.) mehr als zehn Tore vor Remscheid.

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