Es war aber nicht nur Martin Klafflsbergers Fehler, der den SF Baumberg beim 3:3 in Homberg den Sieg kostete.

Fußball-Oberliga
Baumbergs Torhüter Martin Klafflsberger geht fest davon aus, dass sein fataler Fehler keine Spätfolgen hat.

Baumbergs Torhüter Martin Klafflsberger geht fest davon aus, dass sein fataler Fehler keine Spätfolgen hat.

Anne Orthen

Baumbergs Torhüter Martin Klafflsberger geht fest davon aus, dass sein fataler Fehler keine Spätfolgen hat.

Monheim. Martin Klafflsberger hätte sich gewünscht, dass vor ihm plötzlich ein Loch im Rasen auftaucht, um schnell darin verschwinden zu können. Der erfahrene Torhüter des Fußball-Oberligisten SF Baumberg (SFB), der bis dahin tadellos gehalten hatte, war am Freitagabend im Spiel beim VfB Homberg mit einem Schlag der einsamste Mensch weit und breit. Baumberg war nach einem 3:0 ins Trudeln geraten, lag aber knapp anderthalb Minuten vor dem Ende noch mit 3:2 vorne. Dann gab es im Fünfmeter-Raum eine Alltagssituation, die Klafflsberger sonst in hundert von hundert Fällen locker löst.

Hombergs Jürgen Adolf war aber zur Stelle. Auf der einen Seite rettete er dem VfB das unverdiente Unentschieden, auf der anderen stürzte er Baumberg ins Tal der Tränen. Die Sportfreunde, die als Vorletzter einen Dreier beim Vorletzten dringend gebraucht hätten, holten nur ein Unentschieden mit – das ihnen im Tabellenkeller wenig bringt.

Erkan Ari hatte die erste große Chance zur Führung (16.), ehe der weit aufgerückte Innenverteidiger Patrick Becker im Anschluss an eine Ecke das 1:0 (17.) gelang.

Die Gäste, die spielfreudig und perfekt motiviert auftraten, legten sich den Gegner allmählich zurecht.Der optimal vorgetragene Konter über Nils Esslinger brachte dann durch Erkan Ari das längst fällige 3:0 (55.). Dass der völlig freie Kosi Saka

Von der Niederlage erholte er sich an der Nordsee

Weil die bis dahin sehr sattelfeste Abwehr nur halbherzig klärte, kam der VfB durch Adolf wie aus dem Nichts zum 1:3 (69.). Keine 100 Sekunden später war die Deckung schon wieder außer Rand und Band – 2:3 (70.) Dass dieser Treffer auf das Konto des früheren Baumbergers Sebastian Schweers ging, tat den Gästen wohl doppelt weh.

Beim Foul an Gordon Weniger hätte Schiedsrichter Tim Flores (Bocholt) die Rote Karte zeigen müssen (83.). Der Ärger darüber hatte sich halbwegs gelegt, als das Malheur von Klafflsberger die Baumberger noch schlimmer traf, „Natürlich hatte ich daran zu knabbern“, räumte der 30-Jährige ein. Trost und Erholung fand er bei einem Wochenend-Kurzurlaub an der Nordsee.

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