Der Fußball-Oberligist braucht mit sofortiger Wirkung einen neuen Übungsleiter. Andreas Franke zieht sich nach nur einem Monat aus beruflichen Gründen zurück.

Der Fußball-Oberligist braucht mit sofortiger Wirkung einen neuen Übungsleiter. Andreas Franke zieht sich nach nur einem Monat aus beruflichen Gründen zurück.
Andreas Franke gibt künftig nicht mehr die Richtung bei den Sportfreunden Baumberg vor. Er und der Verein gehen getrennte Wege.

Andreas Franke gibt künftig nicht mehr die Richtung bei den Sportfreunden Baumberg vor. Er und der Verein gehen getrennte Wege.

Ralph Matzerath

Andreas Franke gibt künftig nicht mehr die Richtung bei den Sportfreunden Baumberg vor. Er und der Verein gehen getrennte Wege.

Monheim. Vier Tage vor dem Start in die neue Saison in der Fußball-Oberliga beginnt bei den Sportfreunden Baumberg irgendwie alles von vorne. Nachdem Erfolgscoach Salah El Halimi kurz vor dem Ende der vergangenen Serie seinen Abschied aus persönlichen Gründen erklärt hatte, begann die Suche nach einer neuen Lösung. Die glaubte Baumberg dann Mitte Juni in Andreas Franke gefunden zu haben – der sich an der Sandstraße aus einer früheren Tätigkeit ganz gut auskennt und deshalb beste Voraussetzungen zu haben schien, mit den besonderen Bedingungen bei den Sportfreunden zurechtzukommen. Den ersten Teil der Vorbereitung ab Anfang Juli übernahm dann Co-Trainer Francisco Carrasco, weil Franke da noch in einem lange geplanten Urlaub war. Dann legte Franke los – bis jetzt.

„Ich könnte das zeitlich nicht mehr hinbekommen. Der Verein hat Verständnis gezeigt.“

Andreas Franke, der ein kurzfristig entstandenes, neues Berufsangebot angenommen hat

Nun ist die Amtszeit des El-Halimi-Nachfolgers aber schon wieder vorbei, denn der 54-Jährige entschied sich dazu, eine sehr kurzfristig entstandene neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Und die war mit der Tätigkeit als Trainer eines Oberliga-Teams nicht zu vereinbaren. „Ich könnte das zeitlich nicht mehr hinbekommen“, bestätigt Franke: „Natürlich hätten mich die Baumberger lieber behalten. Aber wir haben uns zusammengesetzt und der Verein hat letztlich Verständnis für meine Entscheidung gehabt.“

Baumbergs Vorsitzender Jürgen Schick trägt die schwierige Entwicklung äußerlich gelassen. „Das hat uns sicher unvorbereitet getroffen und überrascht. Aber das wäre sonst nichts Halbes und nichts Ganzes gewesen.“

Redouan Yotla übernimmt vorübergehend

Franke hätte zu oft fehlen und die Arbeit dem Co-Trainer-Team um Francisco Carrasco überlassen müssen – wäre also seiner Rolle als Chefcoach nicht gerecht geworden. Die aus der Not heraus gefundene Nachfolgeregelung heißt Redouan Yotla. Der Sportliche Leiter der Baumberger, der zusammen mit Ex-Trainer El Halimi entscheidend an der Kaderzusammenstellung beteiligt war, übernimmt die Verantwortung fürs Team allerdings nur für eine Übergangsphase. „Das ist zeitlich beschränkt“, bestätigt Schick.

Heißt in der Übersetzung: Yotla wird die Mannschaft durch die englische Woche führen, die am Sonntag (15 Uhr, Sandstraße) mit dem Heimspiel gegen den Aufsteiger SC Union Nettetal beginnt. Es folgen am 15. August (19.30 Uhr) die Aufgabe beim VfB Homberg und am 19. August (15 Uhr) die Partie beim TV Jahn Hiesfeld. Baumberg, der Vierte der vergangenen Saison, bekommt damit spätestens in Homberg (zuletzt Dritter) und in Hiesfeld (Fünfter) eine echte Standortbestimmung.

„Das hat uns unvorbereitet getroffen. Aber das wäre sonst nichts Halbes und nichts Ganzes gewesen.“

Jürgen Schick, Sportlicher Leiter

Aufgrund der schwierigen vergangenen Wochen mit Verletzten und kollidierenden Urlaubsplänen wusste der Verein ohnehin nicht genau, wo er steht. Dass der Beginn der neuen Saison holprig werden dürfte, hatte auch Ex-Trainer Franke am vergangenen Wochenende eingeräumt – als das Team in der ersten Runde des Niederrheinpokals beim Bezirksligisten SF Hamborn 07 aus einem 1:4 auf den letzten Drücker einen 5:4-Sieg machte. „Die Mannschaft war ja in der Vorbereitung nie komplett“, erklärt der 54-Jährige, „manchmal war nur ein Drittel der Spieler aus dem Kader der Ersten anwesend.“

Schick sieht so: „Die Vorbereitung war sicher nicht so optimal. Unser Ziel bleibt aber das obere Mittelfeld. Wo die Reise hingeht, werden wir nach den ersten zehn Spielen wissen. Und zuerst müssen wir sehen, dass wir am Sonntag eine vernünftige Leistung zeigen.“

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