Der Publikumsliebling und Leistungsträger des Handball-Oberligisten verabschiedet sich nach der Saison in Richtung Königshof.

Tim Wittenberg, der auch schon für die SG Ratingen in der Dritten Liga spielte, wird nach der Saison zum designierten Aufsteiger Königshof nach Krefeld wechseln. Archiv
Tim Wittenberg, der auch schon für die SG Ratingen in der Dritten Liga spielte, wird nach der Saison zum designierten Aufsteiger Königshof nach Krefeld wechseln. Archiv

Tim Wittenberg, der auch schon für die SG Ratingen in der Dritten Liga spielte, wird nach der Saison zum designierten Aufsteiger Königshof nach Krefeld wechseln. Archiv

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Tim Wittenberg, der auch schon für die SG Ratingen in der Dritten Liga spielte, wird nach der Saison zum designierten Aufsteiger Königshof nach Krefeld wechseln. Archiv

Mettmann. Mit Tim Wittenberg verlässt einer der Leistungsträger und Publikumslieblinge die Handballer des Mettmann-Sport. Die Gerüchte brodelten in der Handballszene schon lange, doch erst jetzt bestätigte der Betroffene selbst auf Anfrage, dass er nach der laufenden Saison zum aktuellen Ligakonkurrenten und Top-Aufstiegsfavoriten Adler Königshof wechselt.

„Ich habe mir die Entscheidung nicht einfach gemacht. Aber nach fünf Jahren in Mettmann musste ich diese sportliche Herausforderung einfach annehmen.“

Tim Wittenberg zu seinem Wechsel zum voraussichtlichen Aufsteiger aus Krefeld

Damit bricht der Mannschaft von Jürgen Tiedermann die Integrationsfigur der vergangenen Jahre weg. „Ich habe mir die Entscheidung nicht einfach gemacht. Aber nach fünf Jahren in Mettmann musste ich diese sportliche Herausforderung einfach annehmen“, sagt der 25-Jährige. Er betont, dass es keine Entscheidung gegen die ME-Sport-Handballer, sondern für den voraussichtlichen Aufsteiger aus Krefeld ist.

Damit hat der Spitzenreiter bei seinem Gastspiel in Mettmann, Anfang Dezember vergangenen Jahres (25:23) im Nachgang viel mehr mitgenommen als die beiden Punkte. Wittenberg ist seit dem Abstieg aus der damaligen Oberliga vor fünf Jahren zum Herzstück der Kreisstädter geworden. „Er ist die Integrationsfigur der Mannschaft. Natürlich wird uns das sportlich, aber auch menschlich wehtun“, spricht auch Jürgen Tiedermann von einem großen Verlust.

Als Trainer und Sportlicher Leiter ist Tiedermann hin und her gerissen. „Klar kann man verstehen, dass Tim nach fünf Jahren bei so einer Herausforderung ein Tapetenwechsel reizt. Auf der anderen Seite müssen wir jetzt schauen, dass wir diese Lücke wieder schließen“, sagt der Coach zur Entscheidung, bei dessen Entwicklung er wohl von seinem Schützling immer am laufenden gehalten wurde.

Den Kontakt zum Ligaprimus stellte übrigens Stefan Grädtke her. Der routinierte Torhüter streift sich seit dieser Spielzeit selbst das Adler-Trikot über. „Natürlich werde ich bis zum letzten Spieltag hier alles geben“, betont Wittenberg, der darauf hofft, dass auch die Mettmanner Zuschauer seine Entscheidung akzeptieren und verstehen. Dass sie dabei seine Leistungen mit Argusaugen beobachten werden, ist ihm dennoch klar. „Da mache ich mir aber keine Sorgen. Jeder der mich kennt, weiß wie ich mich für mein Club und Team reinhänge“, sagt der Anlagenmechaniker.

„Natürlich wird uns das sportlich, aber auch menschlich wehtun.“

Jürgen Tiedermann, ME-Sport-Trainer, zum Weggang von Tim Wittenberg

Er verweist darauf, dass er seit Wochen trotz einer Knochensplitterung in seiner linken Hand wöchentlich aufläuft. Im Übrigen sei er auch nicht ganz weg. Bei seinen Verhandlungen mit den Verantwortlichen hat der Rückraumspieler, der auch Topkreisläufer ist, darauf bestanden seinen Trainer-Job bei ME-Sport weiter fortführen zu können. Mit Trainertochter Lena Tiedermann coacht Wittenberg die E 2-Jugend des Fusions-Clubs. Dass er irgendwann zurückkommt, steht für den Rückraumwerfer außer Frage. Andre Loschinski ist da für ihn das beste Beispiel. „Mein Herz bleibt ja hier in Mettmann“, so Wittenberg.

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