Seit 20 Jahren ist Manfred Kiel Vorsitzender des TC Johannesberg und hat schon viele gute Spieler angelockt.

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Manfred Kiel ist seit 23 Jahren Mitglied im TC Johannesberg. Er hat schon viele Spieler auf die Anlage an der Johannesberger Straße geholt.

Manfred Kiel ist seit 23 Jahren Mitglied im TC Johannesberg. Er hat schon viele Spieler auf die Anlage an der Johannesberger Straße geholt.

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Manfred Kiel ist seit 23 Jahren Mitglied im TC Johannesberg. Er hat schon viele Spieler auf die Anlage an der Johannesberger Straße geholt.

Erkrath. Klein, aber oho. So lässt sich die Geschichte des Tennisvereins TC Johannesberg beschreiben. Der Club hat nur rund 100 Mitglieder, doch die Mannschaften spielen seit Jahren zum Teil sehr erfolgreich.

Möglich macht dies unter anderem der engagierte Vorsitzende Manfred Kiel. Er verfügt über die nötigen Kontakte zu guten Spielern und Sponsoren und lotst diese zum kleinen Erkrather Verein.

Die Spieler kommen nicht wegen des Geldes, sondern aus Freundschaft

Kiel ist seit 20 Jahren Vorsitzender beim TCJ. Er engagiert sich nicht nur bei den Johannesbergern, sondern auch beim Rochusclub Düsseldorf.

Da die seit Jahren in der Bundesliga spielen, kennt Kiel einige der ehemals besten Spieler. Vor ein paar Jahren beschloss der TCJ, mit seinen Mannschaften in höheren Ligen antreten zu wollen.

Dafür nutzte Kiel seine Kontakte und holte einige der ehemaligen Bundesligaspieler. "Sie spielen nicht für großes Geld, sondern aus Freundschaft zu mir", sagt Kiel.

Der Doppelpartner von Rafael Nadal spielt bei den Herren 40

Seit 25 Jahren spielt Manfred Kiel Tennis. 23 Jahre davon beim TC Johannesberg. Nach wenigen Jahren wurde er zum Vorsitzenden gewählt.

Da er durch sein Logistikunternehmen SAT über das nötige Geld verfügte, konnte er zusammen mit anderen Sponsoren eine sehr erfolgreiche Herren-Mannschaft zusammenstellen. Vor wenigen Jahren verkaufte er sein Unternehmen.

Doch sich ins Privatleben zurückziehen und nur noch Tennisspielen reichte Kiel nicht. Er stieg ins Internetfernsehen ein. Auf der Seite tennislive.tv können kostenlos Tennisspiele angeschaut werden - bisher nur von kleineren Turnieren und Bundesligabegegnungen. Für die Zukunft plant Kiel aber noch größere Veranstaltungen. "Vielleicht können wir das Turnier in Monte Carlo oder Wimbledon übertragen."

Mittlerweile spielen die Herren 40 in der höchsten Spielklasse, der Regionalliga. Unter ihnen ist auch Francisco Roig, der Trainer und Doppelpartner von Rafael Nadal ist.

Die Herren-Mannschaft hat sich über die Jahre, auch dank einiger spanischer Spieler, bis in die Niederrheinliga vorgekämpft und wurde in der abgelaufenen Saison mit Abstand Meister.

Wo die Mannschaft in der kommenden Saison spielen wird, ist noch nicht klar. Durch die Meisterschaft haben sie sich für die neue Regionalliga qualifiziert, die in der kommenden Saison eingeführt wird.

Ob der TCJ dort antritt, hängt von Spielern und Sponsoren ab. Sollten sich die Spieler gegen die Regionalliga aussprechen wird es wohl zu einem Umbruch kommen.

"Mit dieser Mannschaft spielen wir nicht nochmal in der Niederrheinliga. Für diese Liga ist die Mannschaft zu stark, und es wäre gegenüber den anderen Vereinen unsportlich", sagt Kiel.

Kunstrasenplätze des TCJ könnten zum Problem werden

Treten aber die Herren und die Herren 40 jeweils in der Regionalliga an, kommt auf den TCJ eine Menge Arbeit zu. Die Statuten der Regionalliga verlangen es, dass die Mannschaften auf Asche spielen. Der TCJ hat auf seiner Anlage aber nur Kunstrasen.

Der wurde damals verlegt, weil die ursprünglichen Plätze aus Beton waren. "Den weg zu machen und Ascheplätze anzulegen, wäre sehr teuer geworden", erklärt Kiel. Deshalb wurde Kunstrasen auf den Beton gelegt.

Die Herren 40 konnten bisher immer auf die Ascheplätze des Nachbarvereins TC 82 Erkrath ausweichen. Sollten auch die Herren auf Asche spielen, müsste ein zweites Ausweichquartier her.

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