Manager Bastian Schlierkamp über die Torhüter-Frage und die Ziele der SG.

Handball-3. Liga
Bastian Schlierkamp (Mitte) steht für die SG Ratingen auch auf dem Feld. Archiv

Bastian Schlierkamp (Mitte) steht für die SG Ratingen auch auf dem Feld. Archiv

Stefan Fries

Bastian Schlierkamp (Mitte) steht für die SG Ratingen auch auf dem Feld. Archiv

Herr Schlierkamp, was macht die Torhütersuche bei der SG Ratingen?

Bastian Schlierkamp: Michael Hoffend aus der zweiten Mannschaft hat bereits in der Dritten Liga gespielt und wird in der Rückrunde bei uns aushelfen. Unser Budget gibt nicht her, einen überragenden Torhüter zu holen. Und wenn man sieht, dass Mathis Stecken in der Regel ohnehin 60 Minuten durchspielen kann, sollte das reichen.

Hoffend wäre nun der sechste Torhüter im Kader der SG. Haben Sie so etwas schon erlebt?

Schlierkamp: Unser Verletzungspech in dieser Saison ist insgesamt einmalig. Vor der Saison sind uns ja nicht nur plötzlich zwei Torhüter weggebrochen – uns fehlten auch plötzlich drei Spieler für die Rückraummitte. Die war dann verwaist. Da mussten wir reagieren, haben Leute mit Potenzial geholt.

Die Mannschaft hat sich in der Dritten Liga zuletzt bestens zurechtgefunden. Macht Sie das stolz?

Schlierkamp: Ich habe vor der Saison gesagt, dass wir auch nach fünf Niederlagen in Folge nicht alles in Frage stellen werden. Genau so wenig will ich den jetzigen Tabellenplatz überbewerten.

Wird das Team zusammenbleiben?

Schlierkamp: Wir haben alle Spieler mit langfristigen Verträgen ausgestattet.

... auch Arthur Giela, Ihren besten Spieler?

Schlierkamp: Auch Arthur. Er fühlt sich sehr wohl bei uns und weiß, was er bei uns hat. Einzig auf der rechten Rückraumposition werden wir uns verändern. Johann Oesterwind ist mit dem Studium fertig und bewirbt sich deutschlandweit. René Zobel, der mit Zweitspielrecht bei uns ist, wechselt nach Balingen.

Am Samstag kommt die HSG Krefeld, ein Team aus der Spitzengruppe.

Schlierkamp: Wir wollen das Spiel gewinnen. Aber das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Krefeld ist aus zwei Drittliga-Klubs fusioniert, hat einen extrem liquiden Sponsor und ist gut besetzt. Einige von uns haben in Krefeld gespielt – für uns ist das ein kleines Derby. Dennoch stehen wir vielleicht nicht so unter Druck wie die HSG. Für die ist ein Sieg Pflicht. Für uns wäre er ein Sahnehäubchen.

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