Petra Skafar und die Handballerinnen des TB Wülfrath können heute Abend die Saison krönen.

Petra Skafar und die Handballerinnen des TB Wülfrath können heute Abend die Saison krönen.
Die Wülfrather Kreisläuferin Petra Skafar will mit ihrer Mannschaft heute Abend den Aufstieg perfekt machen.

Die Wülfrather Kreisläuferin Petra Skafar will mit ihrer Mannschaft heute Abend den Aufstieg perfekt machen.

Dietrich Janicki

Die Wülfrather Kreisläuferin Petra Skafar will mit ihrer Mannschaft heute Abend den Aufstieg perfekt machen.

Wülfrath. Auf dem Feld ist sie die erfahrenste Handballerin des TB Wülfrath. Eine Rolle, mit der Petra Skafar gut klarkommt. Es ist ihre zweite Saison im TBW-Trikot – und zugleich ihrer letzte, kündigt sie an. Berufliche Gründe geben den Ausschlag. „Wenn man leistungsbezogenen Handball spielt, kann man nicht kommen, wie man will. Ich schaffe es nicht mehr, drei Mal die Woche zu trainieren“, sagt die Versicherungskauffrau. Und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Vielleicht schaffen wir ja noch etwas ganz Großes.“ Die 31-Jährige freut sich schon auf heute Abend. Dann steigt die zweite Relegationsbegegnung um den Aufstieg in die Dritte Liga (18 Uhr, Fliethe-Halle).

Im Hinspiel trennten sich die Aufstiegsrivalen mit 17:17. In der eigenen Heimstätte wollen die TBWHandballerinnen nun einen Sieg holen – dann wäre der Traum von der Dritten Liga Realität. Der Weg dorthin liegt für Petra Skafar auf der Hand: „Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen – wie im Spiel gegen die Fortuna.“ Vor drei Wochen fegten die Wülfratherinnen den Verfolger mit 30:19 aus der Halle. Für Petra Skafar war es ein ganz besonderes Spiel, lief sie vor ihrem Engagement in Wülfrath doch lange für das Düsseldorfer Team auf.

Mit Fortuna Düsseldorf scheiterte sie zweimal in der Relegation

Zwei Niederrheinmeisterschaften feierte Skafar zuvor bereits mit der Fortuna. „Den Aufstieg haben wir aber nicht geschafft“, berichtet sie. Die Düsseldorferinnen scheiterten jeweils in der Relegation. Das Versäumte will Skafar nun nachholen. Zumindest der Sprung in die neue Nordrheinliga ist ja schon in trockenen Tüchern, und damit das erklärte Ziel des TBW zu Saisonbeginn. Skafar hatte da schon andere Vorstellungen: „Als ich gesagt habe, wir werden Erster, wurde ich leise belächelt.“

Heute Abend will die Kreisläuferin, die mit acht Jahren begann, Handball zu spielen, ihren Teil dazu beitragen, den ersehnten Sieg über Bonn zu schaffen. „Wir werden wieder gut vorbereitet sein“, ist sich die 31-Jährige sicher. Und sagt mit Nachdruck: „Wenn jeder seine Leistung abruft und auf seine eigenen Stärken besinnt, kann es klappen. Zu Hause sind wir sehr stark, haben in dieser Saison kein einziges Spiel abgegeben.“

Wie schon gegen die Fortuna wollen sich die Wülfratherinnen wieder von der Kulisse in der Fliethe-Halle tragen lassen. „Das kann beflügeln“, weiß Skafar aus ihrer langen Karriere – der Aufstieg wäre für sie das Sahnehäubchen.

Lars Faßbender baut auf Skafars Stärken als Motivatorin. „Sie hat unheimlich viel Erfahrung, sieht die Dinge sehr klar und kann auf die jungen Spielerinnen einwirken“, hebt der TBW-Trainer hervor. „Sie tut als Mensch der Mannschaft einfach gut“, fügt er hinzu.

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