Trainer Lars Faßbender bereitet die Handballerinnen des TB Wülfrath derzeit auf den Start der Dritten Liga vor.

In der Relegationsrunde konnten sich die Wülfrather Spielerinnen auf die Rückendeckung der Fans verlassen.
In der Relegationsrunde konnten sich die Wülfrather Spielerinnen auf die Rückendeckung der Fans verlassen.

In der Relegationsrunde konnten sich die Wülfrather Spielerinnen auf die Rückendeckung der Fans verlassen.

In der vergangenen Saison boten sich Trainer Lars Faßbender (M.) und den TBW-Handballerinnen immer wieder Gelegenheiten, um zu jubeln. Mannschaftsführerin Kirsten Buiting (v.l.) hatte daran ebenso Anteil wie Johanna Buschhaus und Torfrau Samantha Sklorz. Archiv

Dietrich Janicki, Bild 1 von 2

In der Relegationsrunde konnten sich die Wülfrather Spielerinnen auf die Rückendeckung der Fans verlassen.

Wülfrath. Nach dem Klassenerhalt in der ersten Saison nach dem Oberliga-Aufstieg hatten die Handballerinnen des TB Wülfrath im zweiten Jahr den Aufstieg in die Nordrheinliga als Ziel. Doch das Team von Lars Faßbender übertraf die eigenen Erwartungen, setzte sich schnell an die Tabellenspitze – und schaffte nach dem Ende der regulären Spielzeit mit einem Unentschieden und einem Heimsieg über den TSV Bonn sogar den Sprung in die Dritte Liga. Zwei Klassen höher hängen die Trauben nun besonders hoch – davor warnt auch Trainer Faßbender.

Schwimmen Trainer und Mannschaft immer noch auf der Euphoriewelle?

Lars Faßbender: Absolut. Das lassen wir uns auch nicht nehmen. Wir sind relaxed in die Vorbereitung gestartet und wollen die Euphorie bewusst so weit wie möglich mit in die Saison nehmen.

Wann beginnt die Saison in der Dritten Liga?

Faßbender: Wir starten am 16. September um 19.30 Uhr beim 1. FC Köln, dem Vorjahreszweiten. Danach geht es gegen Zweitliga-Absteiger TuS Lintfort. Beide Mannschaften zählen zu den Top-Favoriten – das ist also ein Auftaktprogramm, das es in sich hat. Da muss schon ganz viel passen, wenn wir etwas ausrichten wollen.

Wie war der Start in die Vorbereitung?

Faßbender: Alle sind sehr positiv gestimmt, ziehen voll mit. Die Belastung und der Anspruch sind natürlich angehoben, aber die Mannschaft nimmt es gut an – alle sind engagiert. Über die gesamte Vorbereitung absolvieren wir fünf Einheiten die Woche, in der Endphase ist auch das Wochenende komplett voll. Wir versuchen, das Training so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. So macht Niels Pivato, ein international agierender Kampfsportler in Wülfrath, der Wing Tsun Meister ist, einige Einheiten. Das Training soll Spaß machen, aber natürlich müssen wir schon Gas geben, denn am Ende zählen nur die Ergebnisse. Die Spielerinnen müssen fit sein und in gewisser Form auch abgehärtet, was die Körperlichkeit angeht – in der Dritten Liga sind das Welten zur Oberliga.

Wie gut ist der Kader aufgestellt?

Faßbender: Mit 17 Spielerinnen ist der Kader sehr groß – wenn alle gesund sind. Alle müssen körperlich fit sein, um konkurrenzfähig zu sein, aktuell sind das aber nur 14. Es wird sehr schwer, den Klassenerhalt zu schaffen, denn uns fallen in den ersten Wochen wichtige Kräfte aus. Lena Heider unterzieht sich in dieser Woche einer Knieoperation, Paula Stausberg und Daria Blume sind nach ihren Knieoperationen noch im Aufbautraining – mal schauen, wie sie lange sie brauchen, um wirklich spielen zu können. Aufgrund der personellen Situation müssen wir uns eine komplett andere Spielanlage erarbeiten. Unsere alte Spielweise können wir vom Personal so nicht umsetzen.

Sind bis auf die Langzeitverletzten schon alle in der Vorbereitung dabei?

Faßbender: Luisa Kieckbusch zieht Ende des Monats nach Düsseldorf und ist dann voll dabei. Zurzeit arbeitet sie mit der Handball-Akademie Flensburg zusammen, um sich fitzumachen.

Gibt es Abgänge?

Faßbender: Petra Skafar hat ihre Karriere beendet. Sabine Nassenstein steht nicht mehr im Kader, bleibt uns aber als Trainerin der dritten Mannschaft erhalten, da sie sich in Wülfrath sehr wohl fühlt.

Und Neuzugänge?

Faßbender: Aus Gräfrath kommt Torfrau Lisa Glanz. Sie ist ebenso Jahrgang 1994 wie Kreisläuferin Simone Fränken, die von St. Tönis nach Wülfrath wechselt. Dort lief zuletzt auch Nici Höltgen auf, die nun bei uns im Rückraum spielt. Außerdem freue ich mich sehr, dass Lena Feldstedt jetzt bei uns ist. Mit ihren 29 Jahren hat sie bereits in vielen Vereinen gespielt, zuletzt beim Zweitliga-Absteiger TuS Lintfort, unserem zweiten Gegner in der kommenden Saison, aber auch schon in Luxemburg und Dänemark – sie hat also schon etwas gesehen von der großen Handball-Welt. Lena ist flexibel, kann sowohl im rechten wie auch im linken Rückraum spielen.

Hat sich der Etat für die Mannschaft in der Dritten Liga erhöht?

Faßbender: Ich hatte schon vor, einen richtigen Kracher zu verpflichten, aber das wollte der Verein nicht. Wir können keine finanziellen Sprünge machen, um uns in der Liga zu behaupten. Es gibt eine Aufbruchsstimmung im gesamten Klub, auch durch den Wechsel in der Abteilungsleitung. Christopher Bauer ist nun Vorsitzender, Florian Geier sein Stellvertreter. Die neuen Leute wollen etwas bewegen, aber das geht nur im Rahmen der Möglichkeiten.

Bleibt das Trainerteam komplett erhalten?

Faßbender: Angela Krause ist weiter Co-Trainerin und betreut die Torhüterinnen. Auch Bernd Beau bleibt als Physiotherapeut dabei – diesen Bereich wollen wir sogar noch etwas ausbauen.

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