Die Drittliga-Handballerinnen unterlagen dem HSV Gräfrath. In der Herren-Oberliga sahen die Zuschauer einen Mettmanner Derby-Sieg.

Die Drittliga-Handballerinnen unterlagen dem HSV Gräfrath. In der Herren-Oberliga sahen die Zuschauer einen Mettmanner Derby-Sieg.
Karsten Mühlenhaupt (7) und Darion Tantillo (14) vereitelten sich gemeinsam den Wurf von Jan Schiefmann.

Karsten Mühlenhaupt (7) und Darion Tantillo (14) vereitelten sich gemeinsam den Wurf von Jan Schiefmann.

Luisa Kieckbusch war treffsicherste Werferin des TB Wülfrath.

Achim Blazy, Bild 1 von 2

Karsten Mühlenhaupt (7) und Darion Tantillo (14) vereitelten sich gemeinsam den Wurf von Jan Schiefmann.

Kreis Mettmann. Der Sieg der Vorwoche in Vechta gab den Handballerinnen des TB Wülfrath Auftrieb. Gleichwohl reichte das Erfolgserlebnis nicht, um den nächsten Coup zu landen und dem HSV Gräfrath ein zweites Mal in dieser Saison das Nachsehen zu geben. Immerhin hielt die Mannschaft von Lars Faßbender vor rund 200 Zuschauern in der Fliethe-Halle die Niederlage mit 23:27 (13:14) in Grenzen. „Es war ein sehr schwaches Drittliga-Spiel, aber sehr spannend“, sagte der TBW-Trainer zu dem Schlagabtausch.

Dabei sahen sich die Gastgeberinnen schnell mit 4:8 (12.) im Hintertreffen. Doch diesmal gaben die Wülfratherinnen nicht so schnell auf, kämpften sich wieder bis auf 9:10 ((20.) heran und glichen durch Luisa Kieckbusch sogar zum 11:11 (24.) aus. Wenig später warf Friederike Büngeler ihr Team sogar mit 12:11 (25.) in Führung. Bis zur Pause wogte das Geschehen hin und her. Selbst eine enge Deckung gegen Lena Feldstedt brachte die Wülfratherinnen nicht aus dem Konzept. Erst nach dem 13:12 durch Daria Blume übernahmen die Solingerinnen mit zwei Treffern vor der Pause (14:13 ) wieder das Kommando.

Auch in der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer eine abwechslungsreiche Begegnung, die zunächst offen blieb. So verkürzte Kristin Meyer auf 17:18 (43.). Danach setzte sich Gräfrath aber auf 20:17 (45.) ab – und Lars Faßbender nahm eine Auszeit. „Wir hatten einen Bruch im Spiel“, stellte der Coach fest. Immerhin schaffte er es, dass seine Mannschaft nicht aufgab. Als die Gäste auf 24:19 (53.) erhöhten, rief Faßbender erneut zur Besprechung. Mit Erfolg, denn danach kam sein Team durch Treffer von Kieckbusch, Kirsten Buiting und Friederike Büngeler wieder bis auf 22:24 (56.) heran. Als Gräfrath per Siebenmeter auf 26:23 (58.) erhöhte, geriet der TBW durch unglückliche Schiedsrichterentscheidungen auf die Verliererstraße. Weil Faßbender vehement die Benachteiligung seiner Mannschaft reklamierte, kassierte der Coach eine Zeitstrafe. An den Referees wollte er die Niederlage aber nicht festmachen. „Letztlich waren wir einfach zu unkonzentriert im Angriff“, analysierte er. Und ergänzte: „Mit dem Ergebnis können wir leben.“ bs

ME-Sport entscheidet das Derby gegen Angermund klar für sich

Die Stimmung bei den Oberliga-Handballern von ME-Sport war ausgelassen. Klar, wenn eine Mannschaft so überzeugend mit 36:31 (19:15) einen Auswärtssieg landet und dann auch noch beim Erzrivalen TV Angermund, dann ist alles perfekt gelaufen. So freute sich erst einmal der Top-Torjäger Andre Loschinski, der wegen seiner Erkältung nicht mitwirken konnte, aber allen rund ums Team frenetisch gratulierte. Mettmann ohne Loschinski, das schmerzt. Aber beim TVA fehlten gleich fünf Leitungsträger: Björn Thanscheidt, Nico Merten, Florian Hasselbach, Julian Duval und Brian Burns. Das ist nicht zu verkraften. Und so lagen die Hausherren ab der 10. Minute immer klar zurück. Hoffnung keimte in der 50. Minute wieder auf, als Martin Gensch mit zwei feinen Treffern zum 28:29 den Anschluss herstellte. Aber die Mettmanner waren einfach zu stark. Christian Kruse hatte nun ganz starke Szenen, ebenso der junge Paul D’Avoine. Beim 33:28 für Mettmann war alles geklärt. wm

Für die Handballer der Unitas Haan lief es einfach nicht rund. „Es war ein gebrauchter Tag“, stellte Kai Müller nach der 23:31 (14:16)-Niederlage bei der HSG Wesel fest. Während sich der Unitas-Trainer in der vergangenen Woche aber noch mächtig über das vermeidbare Unentschieden gegen die SG Überruhr ärgerte, ließ er diesmal Milde walten.

Von Beginn an hatten die Haaner arge Probleme, überhaupt ins Spiel zu finden. Wesel hingegen warf sich locker warm, lag nach sechs Minuten bereits mit 6:2 vorne und hatte auch beim 14:9 (24.) alles im Griff. Die Gäste hingegen mühten sich redlich, machten aber zu wenig aus ihren spielerischen Möglichkeiten. Mehrfach zwang das Unitas-Team den Kontrahenten ins Zeitspiel, vermochte die dadurch unter Druck geratenen Weseler letztlich aber nicht am erfolgreichen Wurf zu hindern. Dazu kamen einfache Fehler im eigenen Abschluss, die einer Aufholjagd im Wege standen. Die gelang erst in den letzten Minuten vor der Pause, als Moritz Blau gar auf 13:14 (27.) verkürzte.

Auch in der zweiten Hälfte liefen die Haaner der Musik hinterher. Als der Rückstand auf 18:25 (49.) anwuchs, nahm der Unitas-Trainer eine Auszeit. Den Spielfluss der Gastgeber vermochte er damit aber nicht zu unterbrechen. bs

TuS Lintorf legt Protest gegen Schiedsrichterentscheidung ein

Kalle Töpfer war nach dem Abpfiff des Oberliga-Heimspiels seines TuS Lintorf gegen den TSV Aufderhöhe lange Zeit nicht ansprechbar. „Was hier abgegangen ist, habe ich noch nie erlebt,“ sagte der TuS-Trainer. 22:22 (7:11) endete das Match, das im Abstiegskampf von größter Bedeutung ist.

Die Lintorfer gingen in der Schlussminute durch Stefan Sossalla 22:21 in Führung. Dann gab es Ballbesitz für Aufderhöhe, fünf Sekunden vor dem Ende wehrte Keeper Laurits Gerdes den Gäste-Wurf ab. Nun hatte der TuS den Ball, Töpfer rannte zum Schiedsgericht: Auszeit. Sossalla schaute dann, wohin er spielen kann. Das ließen die Schiedsrichter nicht zu, sie gaben Freiwurf für Aufderhöhe. Tim Bauerfeld, in Ballnähe, entfernte sich nicht mit der erwarteten Schnelligkeit – dann wurde es hektisch. Die Uhr war abgelaufen, die Schiedsrichter belegten Bauerfeld mit der Roten Karte und gaben Siebenmeter für Aufderhöhe – 22:22.

Die Lintorfer legten Protest ein. Mit Co-Trainer Dirk Bauerfeld und dem im Schiedsgericht sitzenden Reiner Kahnt verfügen sie schließlich über besten geschulte Schiedsrichter. Beide sagten ganz klar, dass es sich um einen Regelverstoß handelt. wm

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