Seit 33 Jahren gibt es den Verein Sam’s Squash Berghausen.

Langenfeld. Ein Werbespot für diese Sportart sähe in etwa so aus. Eine markante Bass-Männerstimme spricht aus dem Off, die Leinwand ist komplett schwarz: „Das Spiel ist schnell, erfordert höchste Konzentration, exzellente Reaktionen und perfekte Reflexe, Kondition und Taktik. Anfänger müssen hier nicht jahrelang trainieren wie beim Tennis – sondern erzielen rasch Erfolge.“

Zwischen den einzelnen Sätzen blitzen Spielszenen auf. Mal in Zeitlupe, mal in Zeitraffer – mit knallenden Bällen und sirrenden Schlägern. Dann der Slogan: „Squash – klein, aber oho“. Wolfgang Müller sitzt im Sportzentrum Berghausen und seufzt. Was man als Vorsitzender des kleinsten Langenfelder Sportvereins so alles über sich ergehen lassen muss. Dabei sind er und seine sieben aktiven und vier passiven Mitstreiter vor allem eins: Squasher aus Überzeugung.

Immer dienstags trainieren die acht Sportler von Sam’s Squash

Sam’s Squash Berghausen (SSB) trainiert jeden Dienstag ab 18 Uhr im Sportzentrum gegenüber des Wasserskizentrums. Zusammen bekämen sie eine Meisterschaftsmannschaft zusammen (fünf Spieler plus zwei Reservisten) – wenn sie denn antreten wollten, unter den acht Aktiven ist ein Jugendlicher. Doch gerade dieser harte Kern – so scheint es – trotzt dem Jahr 33 der Vereinsgeschichte: „Und das Jahr 2016 ist bei uns auch bereits gesichert“, sagt der Vorsitzende Wolfgang Müller.

Rückblick: Sam’s Squash Berghausen wurde als Fila Squash Club Erkrath gegründet. Das war am 10. November 1982. Schon sechs Monate später meldeten die Squasher eine Meistermannschaft – und gingen mit Pauken und Trompeten unter. In der darauffolgenden Saison standen die Herren auf Platz drei ihrer Liga. Weil die Spielstätte in Erkrath verfiel, zog der Verein nach Berghausen. Dort – im damals neuen Sportcentrum Berghausen – entstand Sam’s Squash Berghausen. In der Spielzeit 1988/89 waren zwei Herren- und eine Damenmannschaft gemeldet. Mehr als 60 Mitglieder zahlten in die Vereinskasse.

Als zur Jahrtausendwende der Hauptsponsor starb, wendete sich das Geschick. Zusätzlich war Squash plötzlich „so was von Achtziger“; andere Trendsportarten unterhielten die Szene. Heute sind beim SSB die übriggeblieben, die von Squash zu 200 Prozent überzeugt sind. So wie Wolfgang Müller,, der Vorsitzende und mit 60 absolute Senior des Vereins. Wenn er sich etwas wünschen dürfte, dann neue, junge Interessenten.

Anleitung, Schläger, Bälle – alles könne am Anfang gestellt werden. Der 16. Januar wäre ein guter Tag, um sich in Berghausen über Squash zu informieren. Denn für diesen Samstag ist auf der Anlage ein offenes Turnier angesetzt.

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