Das größte Radrennen der Welt war für eine kurze Zeit auch zu Gast in Ratingen. Auch viele Vereinsvertreter wurden am Rand zu Fans.

Das größte Radrennen der Welt war für eine kurze Zeit auch zu Gast in Ratingen. Auch viele Vereinsvertreter wurden am Rand zu Fans.
Kay Adam (2.v.r.) verfolgte die Tour in Erkrath mit seinen Eishockey-Weggefährten, darunter der Architekt Hannes Ringel (r.). Bildrechte: Kay Adam

Kay Adam (2.v.r.) verfolgte die Tour in Erkrath mit seinen Eishockey-Weggefährten, darunter der Architekt Hannes Ringel (r.). Bildrechte: Kay Adam

Heinz Schneider (l.) hatte beim Anschauen der Tour jede Menge Spaß. Er stand gemeinsam mit den Nachfolgern im Präsidium von Ratingen 04/19 – Jens Stieghorst (2.v.r.) und Michael Schneider (3.v.r.) – am Straßenrand.

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Kay Adam (2.v.r.) verfolgte die Tour in Erkrath mit seinen Eishockey-Weggefährten, darunter der Architekt Hannes Ringel (r.). Bildrechte: Kay Adam

Ratingen. Das größte Radrennen der Welt macht Station in Düsseldorf – und ein kleiner Zipfel der Tour, ein paar kurze Minuten, führte die Radprofis durch die Ratinger Innenstadt. Tausende Zuschauer standen am Wegrand und haben sich das Radspektakel angeschaut. Dabei waren unter anderem auch die Macher der drei sportlichen „Aushängeschilder“ der Stadt. Wie fanden sie die Tour?

Kay Adam, Vorsitzender der Ice Aliens, verließ Ratingen für das Rennen und machte sich auf den Weg nach Erkrath. Dort schaute er sich das Spektakel gemeinsam mit Hannes Ringel vom Rotaryclub Neandertal an. Ringel ist Architekt und baute unter anderem den ISS Dome in Düsseldorf. Adams Mitstreiter waren teilweise stilecht in Rad-Trikots gekleidet. „Ich fand es unheimlich spannend und beeindruckend zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit und Dynamik sie fahren“, sagte Adam. „Ich hatte richtig Gänsehaut. Und die Stimmung an der Strecke im Neandertal war großartig.“

Jens Stieghorst, Michael Schneider und Heinz Schneider von Ratingen 04/19 schauten sich das Spektakel am Stadttheater an. Der Licht-Installation konnte das Trio relativ wenig abgewinnen, dem Rennen dafür um so mehr. „Ich war von Tag eins begeistert davon, die Tour nach Ratingen zu holen“, betonte Stieghorst. „Das sind Events, mit denen man auch als kleine Stadt wie Ratingen mal einen richtigen Sprung machen kann. Die Einbindung des Stadtfestes war großartig – das sieht man auch an der Resonanz, die Menge an Zuschauern war großartig.“

Es tummelten sich noch einige mehr am Stadttheater. Bastian Schlierkamp war mit seiner Familie erst gestern aus dem Urlaub gekommen. Doch einen Besuch bei der Tour ließ sich der Geschäftsführer der SG Ratingen nicht nehmen. „Ich war als Kind schon in Frankreich bei der Tour. Das hat mich damals schon total begeistert. Es ist super, wie Stadt und Wirtschaft die Tour in Ratingen angenommen haben“, betonte Schlierkamp, allerdings mit einem leichten kritischen Unterton. „An der Tour hat man ja gesehen, dass man sportlich auch etwas in der Stadt bewegen kann“, stellte er fest und ergänzte: „Es wäre jetzt schön, wenn Politik und Bürger das auch mal für die Sportler hinkriegen würden, die Woche für Woche für Ratingen spielen.“

Ein früherer Tennis-Profi war sich nicht zu schade, beim Bierstand auch einmal selbst Hand anzulegen. Karsten Braasch, einst Nummer 36 der Welt, half kurzerhand beim Nachschub des kühlen Getränks aus, das an den Ständen des Stadttheaters in rauen Mengen ausgeschüttet wurde. „Das ist doch ein toller Tag heute“, sagte Braasch. „Zuerst die Tour. Und das Stadtfest sorgt dafür, dass die Leute nicht sofort nach Hause gehen müssen. Das ist super organisiert“, lobte er.

So zeigte sich: Eine Großveranstaltung wie die Tour de France lohnt sich auch für die lokalen Sportler. Und sei es nur, damit alle – gemeinsam mit den anderen Ratinger Bürgern – einen tollen Tag mit dem größten Radrennen der Welt hatten. Denn wiederkommen, das steht fest, wird die Tour de France so schnell nicht mehr nach Ratingen und in die Region.

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