Beim Ballers’ Paradise am Hildener Bandsbusch trainieren Nachwuchsspieler von sechs bis 17 Jahren. Sie haben sich als Vorbild Jugend-Nationalspielerin Leonie Schütter ausgesucht.

Jugend-Nationalspielerin Leonie Schütter (M.) zeigt beim Basketballcamp Jana Schnelle (l.) und Sarah Polleros, wie es geht.
Jugend-Nationalspielerin Leonie Schütter (M.) zeigt beim Basketballcamp Jana Schnelle (l.) und Sarah Polleros, wie es geht.

Jugend-Nationalspielerin Leonie Schütter (M.) zeigt beim Basketballcamp Jana Schnelle (l.) und Sarah Polleros, wie es geht.

Olaf Staschik

Jugend-Nationalspielerin Leonie Schütter (M.) zeigt beim Basketballcamp Jana Schnelle (l.) und Sarah Polleros, wie es geht.

HIlden Dort, wo heute Leonie Schütter steht, will auch Sarah Polleros hin. Die 14-Jährige träumt von ihrer Berufung in die Basketball-Nationalmannschaft. Unwahrscheinlich ist das nicht, denn wenn die 1,85 Meter große Vereinsspielerin in Windeseile ihre Gegenspieler mit dem Ball ausdribbelt, selbstsicher vor der Dreipunktelinie abbremst, um dann geschickt und elegant den Ball im Korb zu versenken, brechen selbst die sonst so kritischen Herren in der Halle in Jubelrufe aus: „Wahnsinn, was sie jetzt schon drauf hat“, entfuhr es einem der Trainer, der die Jugendlichen von der Zuschauertribüne aus genauer beobachtete. Technisch können die Mädels in diesem Sport den Jungs problemlos das Wasser reichen, was sie auch im Camp eindrucksvoll unter Beweis stellten.

Ein Camp kann auch Sprungbrett zur Profikarriere sein

Seit ihrem achten Lebensjahr spielt Polleros im Verein, zunächst in ihrer Heimatstadt Wuppertal, dann in Hagen und mittlerweile in Herne. Das Basketballers‘ Paradise in Hilden war für sie jedoch Premiere: „Von einer Freundin habe ich davon gehört und fand das Konzept spannend, mal mit anderen Trainern zu trainieren und intensiv an seinen Stärken und Schwächen zu arbeiten.“

Ein Camp, das auch ein Sprungbrett zur Profikarriere sein kann, denn auch schon Leonie Schütter, die heute in der Jugend-Nationalmannschaft spielt, trainierte hier vor einigen Jahren regelmäßig mit. Eine Tatsache, die Ingmar Gettmann, einer der Initiatoren und Organisatoren des Camps, auch ein bisschen stolz macht: „Die umliegenden Vereine profitieren sicherlich von unserem Angebot, wenn ihre Spieler das Camp mitmachen“, sagt der 31-Jährige.

Es kommen auch immer wieder blutige Anfänger zum Camp

Doch nicht nur Vereinsspieler nehmen seit 2007 regelmäßig an den Basketballcamps am Hildener Bandsbusch teil. Es kommen auch immer wieder blutige Anfänger dazu, die in kurzer Zeit so viel Ehrgeiz entwickeln, dass sie über sich hinauswachsen.

Die sieben- bis 17-Jährigen werden für ein optimales Training in Alters- und Leistungsstärken eingeteilt. Zehn Trainer sind dafür über die vier Camp-Tage im Dauereinsatz. Ein sehr aufwendiges Angebot, doch der Erfolg gibt den Machern Recht. Mit 90 Teilnehmern haben sie sich im Vergleich zum Vorjahr mit rund 60 Teilnehmern, noch einmal stark vergrößert. Zudem wächst die Zahl an Teilnehmern von außerhalb. Längere Anfahrten werden in Kauf genommen, um mit dabei zu sein, mit Ballkünstlern wie Paul Gudde oder Omar Collington zu trainieren.

Jana Schnelle (14), die mit einer besonderen Doppellizenz für SF Düsseldorf und die TG Neuss spielt, war bereits mehrmals im Camp dabei und kommt immer wieder gerne. Basketball ist nämlich nicht nur eine beliebte Sportart, sondern ein Lebensgefühl, zu dem auch ein modisches Outfit, Graffiti-Kunst und vor allem die passende Musik (meist Hip-Hop) gehört. Diese lief während des gesamten Trainings mit.

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