Die SG Langenfeld leistete sich beim MTV Rheinwacht Dinslaken erst einige Fehler. Durch eine Steigerung gewann das Team von Trainer Leszek Hoft aber mit 35:28.

Handball-Oberliga
Kreisläufer Andreas Nelte (mit Ball/rechts Tim Schickhaus) steuerte sechs Treffer zum letztlich glatten Langenfelder Sieg bei.

Kreisläufer Andreas Nelte (mit Ball/rechts Tim Schickhaus) steuerte sechs Treffer zum letztlich glatten Langenfelder Sieg bei.

Ralph Matzerath

Kreisläufer Andreas Nelte (mit Ball/rechts Tim Schickhaus) steuerte sechs Treffer zum letztlich glatten Langenfelder Sieg bei.

Langenfeld. Der Handball-Oberligist SG Langenfeld (SGL) scheint auf der Zielgeraden der Saison doch fest entschlossen zu sein, zumindest den dritten Tabellenplatz ins Ziel zu bringen. Nach dem 35:28 (16:16) gestern zur ungewohnten Mittagszeit (Anpfiff um 11.15 Uhr) beim MTV Rheinwacht Dinslaken liegt das Team von Trainer Leszek Hoft mit 31:13 Punkten immerhin vier Zähler besser als Rang vier – und nur zwei hinter dem Zweiten Borussia Mönchengladbach. „Ich muss der Mannschaft ein großes Lob aussprechen“, sagte Hoft, „sie hat das hier gut gelöst.“

Team musste erst auf Betriebstemperatur kommen

Als nach dem zweiten Durchgang in Dinslaken der Abpfiff erfolgte, hatte Langenfeld sogar zum zweiten Mal in dieser Saison die Marke von 30 Treffern deutlich übertroffen –was ihr vorher nur in der Hinrunde einmal gelungen war.

Gegner war auch damals Dinslaken (37:28), das diesmal bis zur Pause auf Augenhöhe mithalten konnte, weil die SGL in der kalten Halle erst ihre erforderliche Betriebstemperatur erreichen musste. „Dafür haben wir eine Halbzeit lang gebraucht“, erklärte Hoft.

Weil das zunächst für den kommenden Samstag vorgesehene Spiel gegen die im Pokal beschäftigte Borussia in den April verlegt wurde, beginnt für Langenfeld bereits heute die österliche Meisterschaftspause – und die Mannschaft darf sich eine ganze Woche lang ausruhen, um die Akkus aufzuzladen.

Trainer hatte nie Sorgen, dass etwas passieren könnte

Den Kraftsparmodus konnten sich die Gäste beim MTV ganz lange nicht leisten, weil die Hausherren zunächst mit hohem Einsatz um ihre Chance auf einen Heimsieg kämpften. Weil die SGL zugleich noch nicht richtig auf Touren war, einige unnötige technische Fehler einstreute und eine zu große Zahl an Torchancen nicht für sich ausnutzte, blieb das Duell völlig ausgeglichen – 4:3 (6.), 6:6 (10.), 9:9 (15.), 11:12 (20.), 15:15 (28.), 16:16 (30.).

Nach der Pause brachte Langenfeld das Geschehen relativ zügig unter Kontolle und ab dem 17:16 (31.) lag sie immer in Führung. Mit dem 25:19 (40.) und der ersten deutlicheren Führung bog Hofts Team endgültig auf den Weg zum Sieg ein. „Ich hatte nie Sorge, dass hier noch etwas passieret“, urteilte Hoft. Langenfeld konnte es sich sogar gefahrlos erlauben, angeschlagene Kräfte wie Linkshänder Sven Kniesche über weite Strecken zu schonen.

Gute Noten für Henrik Heider und Andreas Nelte

Auf der Position im rechten Rückraum lieferte zudem Henrik Heider als Kniesche-Ersatz mit acht Treffern eine überzeugende Vorstellung ab. „Das war sehr stark“, sagte Hoft zur Partie des Linkshänders, der am Tag zuvor noch lange für die zweite Mannschaft in der Verbandsliga auf dem Feld gestanden hatte. Ein besonders gute Note verdiente sich zudem Deckungschef Andreas Nelte, der vorne als immer ackernder Kreisläufer mit sechs Toren für seinen hohen Einsatz belohnt wurde.

SG Langenfeld: Hanke, Geske – Thöne, Heider (8), Preissegger (2), Adams, Schickhaus (6), Herff (5), Kniesche (1), König (1), Eich (6/3), Boelken, Nelte (6).

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