Die Volleyballerinnen feierten im Kampf um den Verbleib in der 3. Liga einen 3:1- Erfolg.

Langenfeld. Michael Wernitz wollte den Erfolg nicht überbewerten. Natürlich war der Trainer darüber erleichtert, dass die Volleyballerinnen der SG Langenfeld in der 3. Liga West gegen den direkten Konkurrenten GfL Hannover mit 3:1 (25:18, 25:21, 20:25, 25:17) gewannen. Trotzdem zeigte die SGL keine besonders starke Vorstellung.

„Das war ein deutlicher Erfolg, aber man muss das ein bisschen relativieren, weil Hannover mehrere Mittelblockerinnen fehlten. Der gegnerische Trainer konnte nicht auf seinen kompletten Kader zurückgreifen“, erklärte SGL-Coach Wernitz, dessen Team mit 15 Zählern den sechsten Rang belegt.

Im ersten Satz (25:18) streuten die Gäste zahlreiche individuelle Fehler ein und deshalb verschlugen sie einige Aufschläge. Die Langenfelderinnen profitierten von den Unzulänglichkeiten der GfL und holten den ersten Satz (12:12, 19:16). Anschließend verlief der zweite Abschnitt (25:21) zunächst sehr ausgeglichen (11:9, 15:16).

Überzeugt mit guten Blockaktionen

Hier konnte vor allem Svenja Tillmann mit guten Blockaktionen überzeugen. Weil der Mittelblockerin Silke Althaus daraufhin eine Aufschlagserie gelang (20:16), gewann die SGL erneut. „Wir haben in dem Spiel auch fehlerhafte Aufschläge gemacht“, meinte Wernitz. „Trotzdem haben wir Spielerinnen, die mit ihren Aufschlägen risikoreich zu Werke gehen. Das ist uns auf jeden Fall gut gelungen.“

Im dritten Satz (20:25) lieferten sich die beiden Teams anfangs erneut ein enges Duell (18:18), ehe die Langenfelderinnen unkonzentriert agierten und viele Eigenfehler produzierten. Jetzt konnten die Gäste die entscheidenden Akzente setzen.

„Wir sind ein bisschen eingebrochen. Wir hatten vor dem Satz den Eindruck, dass Hannover uns nicht mehr in Verzweiflung bringen würde. Der dritte Satz ist ein Makel“, unterstrich der erfahrene SGLCoach. Dann traten die Langenfelderinnen am Anfang des vierten Abschnitts (25:17) erneut unkonzentriert auf – und Wernitz nahm deshalb eine Auszeit. „Da habe ich den Mädels meine Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht“, sagte Wernitz. Anschließend steigerten sich die Gastgeberinnen (14:12, 21:13). Durch eine Aufschlagserie der Mittelblockerin Vanessa Aurbach gewann die SGL den vierten Satz und sicherte sich damit alle drei Punkte. Die Langenfelderinnen machten durch ihren Sieg einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Trotzdem war Wernitz mit der Partie nicht komplett zufrieden: „Wir haben zu viele Fehler gemacht. In der Verteidigung waren wir manchmal zu pomadig. Mir fehlten der Wille und die Bereitschaft.“

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