Langenfeld holt mit dem 30:19 bei der HG Remscheid den höchsten Saisonsieg.

Handball-Oberliga
Tim Schickhaus (mit Ball) setzt sich gegen den Gegner durch.

Tim Schickhaus (mit Ball) setzt sich gegen den Gegner durch.

Ralph Matzerath

Tim Schickhaus (mit Ball) setzt sich gegen den Gegner durch.

Langenfeld. Dramatisch sieht anders aus. Und deshalb blieb das vorher durchaus mit einiger Spannung versehene Duell des Handball-Oberligisten SG Langenfeld (SGL) gegen die HG Remscheid mit dem ehemaligen Langenfelder (Erfolgs-) Trainer Heino Kirchhoff auch eine über weite Strecken total entspannte Angelegenheit. Nach einer leicht holprigen Startphase nahmen die Hausherren das Heft entschlossen in die Hand und ließen den im Kampf um den Klassenerhalt steckenden Hausherren beim 30:19 (19:10)-Erfolg nicht die Spur einer Chance.

Sechstes ungeschlagenes Spiel in Folge

Durch das sechste Spiel in Folge ohne Niederlage festigte Langenfeld mit 16:10 Punkten den sechsten Tabellenplatz – was eine Position ist, die vor rund sechs Wochen bei 5:9 Zählern und der einen oder anderen rätselhaften Leistung noch undenkbar zu sein schien. „Wir haben uns taktisch sehr gut verhalten“, urteilte Hoft. Der SGL-Coach gewann mit der Mannschaft nicht nur zwei Punkte, sondern auch eine Wette mit seinem Co-Trainer Dennis Werkmeister. Hoft hatte darauf gesetzt, dass sich Remscheid besonders um Langenfelds Spielmacher André Eich kümmern würde, um so etwas Sand ins Getriebe der Hausherren zu streuen. Logisch: Werkmeister hielt dagegen – und verlor. Der Schachzug half den Gästen jedoch kaum, denn oft genug fand Langenfeld passende Lösungen. Halbwegs offen war die Partie nur in den ersten Minuten, als Remscheid mit dem 1:0 (1.), 2:1 (4.) und 3:2 (7.) dreimal eine Führung vorlegen konnte. Beim 4:3 (9.) hatten die Gastgeber zum ersten Mal die Nase vorne und der Rest des Duells sah streckenweise wie ein Katz-und-Maus-Spiel aus. Schon beim 10:4 (15.) und 15:7 (22.) stand der Gewinner praktisch fest.

Ganz stark trumpfte Frederic König auf, der mit neun Treffern der beste Langenfelder Werfer war (vor Rechtsaußen Tim Schickhaus/sechs). Beim 25:13 (43.) erreichte das Polster zum ersten Mal die Zwölf-Tore-Marke, in deren Nähe sie bis in die Schlussphase hinein pendelte. Langenfeld konnte es sich erlauben, alle zur Verfügung stehenden Spieler zu bringen – ohne dass Gefahr entstand. „Wir sind noch nicht ganz da, wo ich uns haben will“, fand Hoft, „aber wir sind auf einem guten Weg. Die Mannschaft hat gelernt.“ Und zumindest in der Deckung ist die SGL wieder dabei, Maßstäbe zu setzen.

Die 322 Gegentreffer der Hinrunde bedeuten einen Durchschnitt von 24,77 Tore: der beste Wert in der Oberliga.

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