Die Landesliga-Partie zwischen Langenfeld und dem LTV Wuppertal wurde nach 36 Minuten abgebrochen.

Die Landesliga-Partie zwischen Langenfeld und dem LTV Wuppertal wurde nach 36 Minuten abgebrochen.
Maike Buhl (mit Ball) wird das Spiel gegen Wuppertal so schnell nicht vergessen. Archiv

Maike Buhl (mit Ball) wird das Spiel gegen Wuppertal so schnell nicht vergessen. Archiv

Matzerath

Maike Buhl (mit Ball) wird das Spiel gegen Wuppertal so schnell nicht vergessen. Archiv

Langenfeld. Der Sport war plötzlich nur noch eine Nebensache für die Landesliga-Handballerinnen der SG Langenfeld (SGL) und das Spiel gegen den LTV Wuppertal interessierte niemanden mehr. „So etwas habe ich in meiner 40 Jahre andauernden aktiven Handballzeit noch nie erlebt“, sagte Elke Löhrer. Die SGL-Trainerin hatte auch mit etwas Abstand noch Mühe, die Ereignisse in der Partie des Siebten gegen den Fünften zu verarbeiten. In der 36. Minute gab es eine heftige Abwehraktion der Wuppertalerinnen gegen Maike Buhl, die dann mit dem Hinterkopf auf den Hallenboden knallte und zunächst bewusstlos am Boden liegen blieb. Was folgte, waren eine lange Behandlungspause – und die Sorge um die Spielerin, die dann mit dem Krankenwagen in die Klinik gebracht wurde. Dort folgte eine intensive Untersuchung, die eine schwere Gehirnerschütterung ergab und wenigstens die allerschlimmsten Befürchtungen zerstreuen konnte.

„Dass so etwas vorkommen kann, ist keine Frage. Aber die Reaktionen der Wuppertaler haben mit Fairness und respektvollem Umgang miteinander nichts zu tun“, sagte Löhrer, die deutlich um Fassung bemüht war und unter anderem eine Entschuldigung vermisste. Die emotionale Belastung für die eigenen Spielerinnen schienen jedenfalls riesengroß zu sein und einige hatten Mühe, ihre Tränen zurückzuhalten. Die Langenfelder Trainerin nahm Rücksprache mit dem Schiedsrichter und bat darum, die Partie abzubrechen – was so auch geschah. Die Begegnung soll nun innerhalb der beiden nächsten Wochen nachgeholt werden. Das jedoch ist für Löhrer und alle Langenfelder Handballerinnen derzeit nur eine Nebensache. Ihnen geht es vor allem darum, dass Maike Buhl so schnell wie möglich wieder gesund wird. erd

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