Gegen den Abstiegskonkurrenten unterliegen die Langenfelderinnen 1:3.

Langenfeld. Michael Wernitz machte einen ziemlich enttäuschten Eindruck. Der erfahrene Trainer, der seine Sportart mit Leidenschaft betreibt, musste die bittere Niederlage erst einmal in Ruhe verarbeiten.

Weil die Drittliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) beim direkten Kellerkonkurrenten VC Nienburg mit 1:3 (25:17, 14:25, 6:25, 22:25) verloren, hat sich die ohnehin enge Lage im Kampf um den Klassenerhalt noch einmal zugespitzt. Derzeit belegt das Team um Spielführerin Diana Kiss mit seinen 15 Punkten nur den neunten Platz.

Langenfelderinnen liegen nur drei Punkte vor dem Letzten

Langenfeld liegt knapp hinter dem Achten SSF Fortuna Bonn (17) und drei Zähler vor dem Schlusslicht VC SFG Olpe (14).

Die Frage, ob die letzten zwei oder drei Mannschaften in die Regionalliga runter müssen, kann Wernitz momentan noch nicht beantworten: „Die 2. Liga beeinflusst, wer bei uns absteigt. Der Staffelleiter unserer Liga wird mir diese Situation bestimmt bald erklären.“

Die SGL trat vor dem lautstarken Publikum Nienburgs zunächst sehr konzentriert auf.

Das Team lag zwar im ersten Satz anfangs mit 6:9 zurück, ließ sich davon jedoch nicht aus der Bahn werfen. Weil die Langenfelderinnen gefährliche Aufschläge produzierten und der VC zugleich zahlreiche individuelle Fehler einstreute, konnte Wernitz’ Team den Satz übers 14:12 und 21:16 zum 25:17 drehen. Anschließend startete Langenfeld allerdings katastrophal in den zweiten Abschnitt, sodass sich Nienburg einen hohen Vorsprung erarbeiten konnte (10:4). Wegen ihrer vielen Eigenfehler gelang es der SGL nicht, das Blatt erneut zu drehen.

Den dritten Satz und das nahezu unglaubliche 6:25 empfand Wernitz sogar als eine Demütigung. Dass ein direkter Konkurrent die SGL derart klar bezwingen würde, hatte sich wohl niemand in seinen schlimmsten Träumen ausgemalt. Nach dem 0:3-Rückstand nahm der Langenfelder Trainer eine Auszeit, die allerdings wenig brachte. Später lagen die Gäste mit 5:20 zurück, denn sie konnten weder die Aufschläge Nienburgs verteidigen noch im Angriff Nadelstiche setzen. „Ein unerklärlicher Satz“, urteilte Wernitz, „das konnte man nicht glauben.“

Im vierten Satz bäumte sich die SGL nochmal auf

Anschließend gelang es den Langenfelderinnen immerhin, sich im vierten Satz (22:25) noch einmal aufzubäumen. Die beiden Kontrahenten lieferten sich lange Zeit ein enges Rennen, ehe Nienburg beim Stand von 22:22 von einer umstrittenen Linienentscheidung des Schiedsrichters profitierte. Letztlich trat die SGL ein paar Minuten später mit leeren Händen die Heimreise an.

Die Enttäuschung war am Ende bei allen Beteiligten immens groß. Sicher ist, dass sich Langenfeld jetzt rehabilitieren und in der schwierigen Partie am Samstag (19.30 Uhr) beim Vierten SV Bad Laer die richtige Antwort geben muss.

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