Das Team aus Ratingen von Trainer Ratka verlor 17:37.

Handball
Herkulesarbeit: SG-Torhüter Mathis Stecken erlebte gegen Hagen einen arbeitsreichen Abend.

Herkulesarbeit: SG-Torhüter Mathis Stecken erlebte gegen Hagen einen arbeitsreichen Abend.

Achim Blazy

Herkulesarbeit: SG-Torhüter Mathis Stecken erlebte gegen Hagen einen arbeitsreichen Abend.

Ratingen. Überraschend ausgeglichen wirkte Trainer Richard Ratka nach der denkwürdigen Niederlage seiner SG Ratingen beim VfL Eintracht Hagen. Im Gespräch nach dem Spiel war der Trainer gedanklich schon beim nächsten Wochenende in der 3. Handball-Bundesliga – genau wissend, dass er und sein Team bei der 17:37 (7:19)-Niederlage beim Aufstiegsaspiranten am Ende machtlos waren und nicht mehr viele Gedanken an das gerade Erlebte verschwenden sollten.

Es lag in erster Linie an der in den vergangenen Wochen ausgeuferten Misere mit Verletzungen, dass die ohnehin schon schmalen Chancen in Hagen komplett im Nichts verschwanden. „Es lag natürlich auch an uns, aber vor allem an der Spielweise von Hagen. Dass es am Ende so deutlich geworden ist, war bei unseren fehlenden Spielern kein Wunder. Aber hier wäre heute sowieso nichts zu holen gewesen“, sagte Ratka,

Ratinger kämpfen gegen unaufholbaren Vorsprung an

Erst in der siebten Minute konnten die Ratinger überhaupt mit einem eigenen Tor in das Geschehen eingreifen. Im weiteren Verlauf sicherte sich der VfL einen schon fast uneinholbaren Vorsprung – 13:5 (18.), 19:7 (30.). Die Mannschaft um den ehemaligen Bundesligaspieler und Champions-League-Teilnehmer Sebastian Schneider baute ihr Polster im Verlauf der Partie sogar immer weiter aus. Die verbliebenen Akteure der SG, denen unter anderem die Rückraumspieler Arthur Giela und Dominic Kasal fehlten, kämpften tapfer.

Obwohl Sebastian Bartmann zu Beginn der Partie mit zwei Toren für Akzente im Spiel der Ratinger sorgen konnte, lief der Außenseiter wegen der gut funktionierenden Teamleistung der Hagener immer nur hinterher. Der einzig positive Aspekt aus der Sicht der Gäste war dann am Ende die Tatsache, dass sich keine weiteren Spieler verletzten. Ratka: „Und wir hoffen nun darauf, dass einige der Verletzten in der kommenden Woche zum Team zurückkehren werden.“

Nach den zuletzt doch sehr erfolgreichen Wochen, in denen Aufsteiger Ratingen zeitweise fast gerettet zu sein schien, müssen sie an der Gothaer Straße nun erstmals wieder Gedanken an den längst verdrängten Abstiegskampf verschwenden – allerdings nicht wegen einer eigenen schlechten Leistung, sondern vielmehr wegen der angespannten Personalsituation.

Am kommenden Samstag (18 Uhr) erwartet die SG in der SG Schalksmühle-Halver zumindest einen Gegner auf Augenhöhe, der als Neunter mit 20:20 Punkten auch nur drei Zähler besser liegt als der Zehnte Ratingen (17:23).

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