Im Hinspiel schoss Zweibrückens Nachwuchstalent Jerome Müller 13 Tore gegen die SG.

Ratingen. An Jerome Müller erinnert man sich bei der SG Ratingen noch ziemlich gut. Leider. Der Junioren-Nationalspieler des SV Zweibrücken war es, der den Handball-Drittligisten im September quasi im Alleingang aus der eigenen Halle schoss. 13 Treffer erzielte der damals 17-Jährige beim 27:24-Sieg der Zweibrücker an der Gothaer Straße – und stürzte die SG in die Krise.

SG Ratingen und Zweibrücken trennen nur drei Plätze

Heute, vier Monate später, sieht die Welt anders aus. Die SG hat sich aus dem Keller der Tabelle herausgekämpft.

Und Zweibrücken, der Überflieger-Aufsteiger, schwächelte vor Weihnachten gehörig. Vier Niederlagen in Folge dämpften die Euphorie gehörig. Inzwischen trennen beide Teams vor dem heutigen Spiel nur noch drei Plätze – allerdings mit fünf Punkten Unterschied.

Für die Ratinger gilt es bei der langen Auswärtsreise, den glücklich erkämpften Punkt aus der Vorwoche gegen Krefeld zu vergolden. Denn auch die anderen Teams im Keller punkteten. Der Abstand zum Drittletzten, den Löwen aus Duisburg, beträgt nur vier Punkte. Das sind gerade einmal zwei Siege. Zu wenig bei noch 13 ausstehenden Spielen.

„Ich erwarte die entsprechende Einstellung meiner Spieler“, sagt Richard Ratka. Denn so viel Glück wie gegen Krefeld, meint der Coach, werde sein Team nicht immer haben. Man könnte den Spieß jedoch auch umdrehen: Endlich haben die Ratinger mal ein wenig Fortune.

Denn der große Unterschied zum Hinrunden-Beginn ist aktuell vor allem einer: Die Mannschaft ist konstanter geworden. In vielen Partien der Saison-Startphase spielte die SG lange gut mit – und brach dann doch noch ein. Das hat das Team abgestellt. Gegen Krefeld gelang sogar erstmals eine richtige Wende nach deutlichem Rückstand. Gut für das Selbstbewusstsein.

Gegen Zweibrücken kann die SG zeigen, ob sie wirklich dazugelernt hat. Ob sie gelernt hat, mit spielerisch starken Mannschaften zu gehen. Und ob sie es schafft, ein großes Talent wie Müller auszuschalten. Wenn das gelingt, sind die Chancen auf einen Punktgewinn durchaus vorhanden.

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