Der Handball-Drittligist rüstet personell etwas auf, um die nötigen Siege einzufahren.

Der Handball-Drittligist rüstet personell etwas auf, um die nötigen Siege einzufahren.
Johann Oesterwind kehrt in der Rückrunde aufs Parkett zurück. Der Ratinger Rückraumspieler fiel lange mit einer Rückenverletzung aus. Archiv

Johann Oesterwind kehrt in der Rückrunde aufs Parkett zurück. Der Ratinger Rückraumspieler fiel lange mit einer Rückenverletzung aus. Archiv

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Johann Oesterwind kehrt in der Rückrunde aufs Parkett zurück. Der Ratinger Rückraumspieler fiel lange mit einer Rückenverletzung aus. Archiv

Ratingen. Noch muss der Rechenschieber nicht ausgepackt werden. Und doch ist der Blick auf die Tabelle der Dritten Handball-Liga für die SG Ratingen ein wenig erfreulicher. Fünf Punkte nur hat das Löwenrudel auf dem Konto. „In einer normalen Saison braucht man etwa 20 Punkte, um nicht abzusteigen“, sagt SG-Geschäftsführer Bastian Schlierkamp. Heißt: 15 weitere Zähler müssten her. Heißt weiter: Etwa die Hälfte der Spiele in der Rückrunde müsste gewonnen werden. Klingt utopisch?

Ganz so dramatisch stellt sich die Lage für die Spielgemeinschaft noch nicht dar – denn der Abstand zum ersten Nichtabstiegsrang beträgt nur drei Punkte. Allgemein sind die Leistungen im unteren Tabellendrittel schlecht. Was bedeutet, dass unter Umständen auch weniger als die 20 Zähler reichen könnten.

Auf solche Rechenspiele mag sich Bastian Schlierkamp derweil nicht einlassen. Fünf Punkte sind für den Manager nicht das Maß der Dinge – und deshalb wird vor dem Rückrundenstart am 14. Januar fleißig an der Mannschaft gebastelt. Ein paar Erfolge kann Schlierkamp bereits vorweisen. So kehrt Johann Oesterwind nach seiner langen Rückenverletzung wieder zur Mannschaft zurück. Der Rückraumspieler ist wurfgewaltig und – ganz wichtig – Linkshänder. „Ich hoffe, dass Johann wieder so fit ist, dass er uns weiterhelfen kann“, sagt Schlierkamp.

Auch einen neuen Kreisläufer hat er für die SG bereits verpflichtet. Der „Neue“ war bereits Profi, spielte auch schon unter Ex-Trainer Richard Ratka. Weil der abgebende Verein jedoch noch darum bittet, den Namen nicht zu veröffentlichen, wartet man bei den Ratingern noch ab. „Nur so viel: Er wird uns sehr weiterhelfen“, betont Schlierkamp.

„Ich habe noch ein letztes Ass im Ärmel, wie wir ihn wenigstens für den Saison-Endspurt nach Ratingen holen könnten.“

Bastian Schlierkamp, Geschäftsführer der SG Ratingen, zur Verpflichtung eines neuen Torhüters aus Nordafrika

Auch in Sachen Torhüter will Schlierkamp nicht aufgeben. Seit Monaten baggert er an einem Nordafrikaner. Er will. Die SG will. Doch bislang scheiterte die Verpflichtung an bürokratischen Hürden – und angesichts politischer Ereignisse in der jüngsten Vergangenheit ist die Kooperationsbereitschaft der Behörden – vorsichtig formuliert – mäßig. „Ich habe noch ein letztes Ass im Ärmel, wie wir ihn wenigstens für den Saison-Endspurt nach Ratingen holen könnten“, sagt Schlierkamp. „Ich hoffe, es klappt.“

Bleibt noch eine letzte Baustelle – die von Arthur Giela. Denn die Wurfgewalt des Rückraumspielers ist einfach nicht zu ersetzen. Immerhin wird er bis Saisonende mit seiner Erfahrung weiterhelfen und das Trainerteam um Spielertrainer Simon Breuer unterstützen. Eine spielerische Lösung soll jedoch auch noch her. „Wir sind noch in Gesprächen mit einem Shooter“, sagt Schlierkamp. „Und falls das nicht klappt, ziehen wir Marcelo Müller aus der Zweiten Mannschaft hoch.“ Der bewies in einzelnen Spielen bereits seine Wurfgewalt – womöglich muss er bald schon häufiger ran.

In etwa einer Woche wissen alle beim Löwenrudel der SG Ratingen mehr.

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