Gegen Absteiger TV Vorst reicht es für die SGL trotz Schwächephasen zu einem 31:23-Sieg.

Langenfeld. Die ersten 25 Minuten durften noch in die Kategorie seriös eingeordnet werden. Der Handball-Oberligist SG L (SGL) löst seine Aufgabe gegen den Absteiger TV Vorst bis dahin in der Regel sehr konzentriert. Deshalb hatte er die Partie mühelos im Griff, führte komfortabel mit 16:9 und schien auf dem besten Weg zum höchsten Saisonsieg zu sein.

Fortan hielten es die Gastgeber aber für angebracht, bisweilen höchstens das Nötigste zu tun. „Wir hatten das Spiel schon gewonnen“, stellte SGL-Trainer Leszek Hoft treffend fest. Für das weitere Geschehen fand er eine deutliche Formulierung: „Das passiert, wenn du zu bequem bist, dich zu bewegen.“ In ernsthafte Gefahr geriet der Erfolg allerdings trotz allem nicht – 31:23 (18:12).

Eine Runde vor dem Ende der Saison hat Langenfeld damit zumindest den dritten Platz in der Abschlusstabelle sicher und theoretisch weiter die Chance auf die Vizemeisterschaft.

Bis zum 20:12 (33.) schien alles halbwegs in geordneten Bahnen zu verlaufen, doch Langenfeld arbeitete hartnäckig an einer chaotisch wirkenden zweiten Hälfte – mit Ballverlusten, ungewohnten technischen Mängeln oder fehlender Konsequenz im Abschluss. Besonders heftig trieb es die SGL nach dem 21:13 (39.) von Matthias Herff, als sie dem im Grunde chancenlosen Tabellen-Vorletzten durch schludrige Aktionen und überflüssige Zeitstrafen fast zurück in die Partie geholfen hätte und das Polster bis auf 21:16 (42.). schrumpfen ließ.

Während die SGL vor der Pause ohne Dezimierung davongekommen war, kassierte sie nach dem Wechsel sechs Zwei-Minuten-Strafen, was dem Spielfluss nicht besonders zuträglich war. „Es ist genau das passiert, wovor ich Angst hatte“, fand Hoft, „wir hatten uns vorgenommen, diszipliniert zu spielen. Doch wir haben unsere Linie verloren. Das war absolut unnötig.“

Klar: Für die ganz große Gefahr brachte der Gegner nicht ausreichend Qualität mit.

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