Dennis Werkmeister, der künftige Trainer des Oberligisten SG Langenfeld, spricht über seine Ziele und die Jugendarbeit.

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Dennis Werkmeister (r.) trainiert ab der kommenden Saison die erste Mannschaft der SG Langenfeld.

Dennis Werkmeister (r.) trainiert ab der kommenden Saison die erste Mannschaft der SG Langenfeld.

R. Matzerath

Dennis Werkmeister (r.) trainiert ab der kommenden Saison die erste Mannschaft der SG Langenfeld.

Herr Werkmeister, mit ihrem Verbandsliga-Team überwintern Sie als Aufsteiger auf dem vierten Tabellenplatz. Wie fällt ihr bisheriges Saisonfazit aus?

Dennis Werkmeister Der Saisonverlauf ist sensationell. Wenn man als Aufsteiger nur fünf Minuspunkte aufzuweisen hat, ist das schon sehr beachtlich. Wir sind voll im Soll. Viel wichtiger finde ich aber, dass bei der Mannschaft schon jetzt eine positive Entwicklung zu erkennen ist. Insbesondere durch die bitteren Punktverluste hat das junge Team bis heute einiges dazu gelernt, was Abgeklärtheit und Reife angeht.

Nachdem der Vertrag von Leszek Hoft nicht verlängert wurde, sollen ab der kommenden Saison nun Sie die Leitung der ersten Mannschaft übernehmen. Kam der Schritt zum jetzigen Zeitpunkt überraschend für Sie?

Werkmeister Überrascht hat es mich eigentlich nicht wirklich, weil es eine logische Konsequenz war. Als Leszek mich vor zwei Jahren zurück nach Langenfeld holte, war bereits der Plan, dass ich irgendwann einmal die erste Mannschaft übernehmen werde. Über die Gründe, warum Leszeks Vertrag nicht verlängert wurde, kann ich nichts sagen, weswegen ich den Zeitpunkt einfach so nehme, wie er gekommen ist.

Ihr zukünftiges Team hat in der Oberliga eine lange Zeit gebraucht, um in Fahrt zu kommen. Momentan steht es auf Rang sechs. Wissen Sie, warum der Motor so lang gestottert hat?

Ein Nachfolger für Werkmeisters Trainerposten in der Verbandsliga-Mannschaft ist bereits gefunden. Frank Holzweißig wird der neue Coach der zweiten Mannschaft.

 Zur neuen Saison führt die SGL die Stelle des Jugendkoordinators ein, der sowohl die allgemeine Organisation dieser Abteilung als auch die Trainertätigkeit der wieder aufgebauten A-Jugend übernehmen soll.
 

Werkmeister Ehrlich gesagt nicht. Wir haben zu Beginn der Saison unser System verändert. Darauf musste sich die Mannschaft erst einstellen. Das hat länger gedauert, als wir gedacht haben. Jetzt klappt es immer besser. Ich glaube, dass wir nach der Winterpause noch stärker sein werden als wir es bisher sind. Platz drei ist für mich noch im Bereich des möglichen.

Können Sie schon jetzt sagen, was sich personell in dieser Mannschaft verändern wird?

Werkmeister Sicher ist, dass wir drei Spieler aus der zweiten Mannschaft hochziehen werden. Das werden Andre Boelken, Philipp Wolter und Hendrik Heider sein. Ansonsten wird es sicherlich weitere Veränderungen in der Mannschaft geben, die Abgänge, aber auch Neuzugänge betreffen.

Was sind ihre langfristigen Ziele mit dieser Mannschaft?

Werkmeister Übernächstes Jahr wird es eine Ligen-Umstrukturierung geben. Die ersten sechs Teams in den Oberligen dieser Region werden dann zu einer neuen Regionalliga zusammengefasst. Den Sprung in diese Liga zu schaffen, ist kurzfristig unser Hauptziel. Diese Liga wird dann zwar weiterhin die vierte Liga sein, aber deutlich stärker werden als es jetzt der Fall ist. Außerdem wollen wir weiterhin versuchen, unsere Eigengewächse zu entwickeln.

Neben ihrem neuen Trainerposten werden sie auch der neue sportlicher Leiter der SG Langenfeld. Was werden ihre Aufgaben sein und welche Änderungen wird es geben?

Werkmeister Ich werde sicherlich nicht weniger Zeit in der Halle verbringen als bisher. Viele Gespräche, Trainerfortbildungen und das Entwickeln eines Jugendkonzeptes stehen dann im Vordergrund. Gerade in der Jugendarbeit müssen wir eine einheitliche Linie in den Verein bekommen, ansonsten haben wir in Zukunft ein Problem.

Warum?

Werkmeister Unsere A-Jugend hat sich in diesem Jahr aufgrund von Spielermangel aufgelöst. Weitere Jahre ohne A-Jugend können wir uns nicht erlauben. Wir haben in den Seniorenmannschaften zwar große Kader, aber ewig können diese unsere fehlenden Eigengewächse auch nicht auffangen. Mein Ziel ist es, in Zukunft grob gesagt ein 10:4 Konzept zu fahren. Also zehn Spieler aus dem eigenen Verein im Kader zu haben und diese durch vier externe Spieler, die aber ebenfalls aus dieser Region kommen, zu verstärken.

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