Der Handball-Nordrheinligist besiegte den VfB Homberg mit 35:33. Die SG Ratingen unterlag dem Aufsteiger HSG Siebengebirge mit 24:30.

Der Handball-Nordrheinligist besiegte den VfB Homberg mit 35:33. Die SG Ratingen unterlag dem Aufsteiger HSG Siebengebirge mit 24:30.
Rückraumakteur Felix Korbmacher (l.) steuerte sechs Treffer zum Erfolg von Drittliga-Aufsteiger Langenfeld bei.

Rückraumakteur Felix Korbmacher (l.) steuerte sechs Treffer zum Erfolg von Drittliga-Aufsteiger Langenfeld bei.

Matzerath

Rückraumakteur Felix Korbmacher (l.) steuerte sechs Treffer zum Erfolg von Drittliga-Aufsteiger Langenfeld bei.

Langenfeld/Ratingen. Es war ein Spiel, in dem es sportlich um nicht mehr so viel ging. Dafür boten beide Mannschaften aber einen unterhaltsamen Abend. Und am Ende war die Welt für die Handballer der SG Langenfeld auch vom Ergebnis her in Ordnung, denn der Spitzenreiter verabschiedete sich mit einem 35:33 (23:13)-Sieg über den Zehnten VfB Homberg aus der Regionalliga. Dass es später nach einer furiosen ersten Hälfte mit einem üppigen Polster doch wieder enger wurde, nahm Trainer Jurek Tomasik auf seine Kappe: „Das ziehe ich mir an. Wir haben ja unheimlich viel gewechselt.“

In der Abschlusstabelle liegt die SGL weit vor ihren Verfolgern

Der Blick auf die Abschluss-Tabelle gab dem Abend einen zusätzlichen Gute-Laune-Schub: Dort liegt die SGL, die bereits als Meister und Rückkehrer in die Dritte Liga feststand, mit 46:10 Zählern weit vor der SG Ratingen (39:17), der HSG Siebengebirge und dem TSV Bonn (beide 37:19).

Ein hohes Schwung-Niveau trug Langenfeld in der ersten Hälfte gegen Homberg vor, dessen Coach Achim Schürmann beim 6:2 (8.) für den VfB früh die erste Auszeit nahm. Das drohende Unheil konnte er allerdings nicht aufhalten. Vier Minuten später hieß es nach dem Treffer von Henrik Heider bereits 10:3 (12.) für Langenfeld, das die sich bietenden Freiräume voller Spiellaune nutzte. Nach dem 11:4 (13.) durch Felix Korbmacher folgte schnell die zweite Auszeit des VfB – der anschließend aber immer noch nicht stattfand.

Langenfeld kassierte direkt nach der Pause drei Gegentreffer hintereinander. Trainer Tomasik legte nun (32./23:16) bereits nach rekordverdächtigen zwei Minuten und einer Sekunde die Grüne Karte für eine Auszeit auf den Zeitnehmertisch. Die SGL investierte tatsächlich wieder mehr – was gegen inzwischen gut motivierte und viel offensiver deckenden Gäste dringend erforderlich war. Der Vorsprung schmolz trotzdem über 27:19 (39.) und 29:24 (46.) bis zum 30:27 (50.). Weil die SGL gerade kurz vor diesem Treffer eine Auszeit zur allgemeinen Sammlung hinter sich hatte, war ihr Trainer wenig begeistert. Ergebnis: Sein Klemmbrett vollführte eine Flugeinlage. Vielleicht machte diese Szene das Anzapfen letzter Reserven möglich. Kurz darauf jedenfalls eroberte André Eich den zuvor verlorenen Ball sehenswert zurück, Max Adams erhöhte in seinem letzten Spiel für Langenfeld auf 31:27 (51.), ehe Torhüter Riebau einen freien Wurf des Hombergers Mirko Krogmann parierte. Im Endspurt kam Langenfeld zum entscheidenden 35:30 (58.) – die restlichen zwei Minuten spielte die SGL im Partymodus. mid

Es sollte sein Abschiedsspiel für die SG Ratingen werden. Doch Ben Schütte, der nach dieser Saison aufhört, lag krank im Bett, während das Löwenrudel sich am letzten Spieltag der Regionalliga auf den Weg ins Siebengebirge machte. „Das tut mir sehr leid für Ben“, sagte Trainer Khalid Khan. „Er hätte einen richtigen Abschied verdient gehabt.“ So jedoch musste Schütte krank miterleben, wie das stark geschwächte Rudel beim Aufsteiger 24:30 (13:14) verlor.

„Ich kann mit der Niederlage leben, wir hatten nur noch zwei Auswechselspieler auf der Bank“, betonte Trainer Khan. Neben Schütte fehlten auch Marcel Müller, Ace Jonovski und Simon Breuer. „Da fehlen mir einfach 300 Spiele Bundesliga-Erfahrung. Dazu war Yannik Nitzschmann die ganze Woche grippegeschwächt“, sagte der Trainer.

In der ersten Hälfte hielten die Ratinger noch gut mit, lagen sogar eine Weile in Führung, bis der Aufsteiger das Spiel vor der Pause drehte. Nach der Pause hielt das Team von Khalid Khan bis zum 20:19 hervorragend mit, eher der Gastgeber plötzlich auf 25:20 davonzog – von diesem Rückstand erholte sich Ratingen nicht mehr. asch

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