Sieben von 24 Spielern verlassen den SC Reusrath.

Langenfeld. Wenn man nach Gründen dafür sucht, wieso der SC Reusrath in der Bezirksliga-Hinrunde deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist und mit 21 Punkten nur auf Platz neun überwintert, dann kommt man einem Wort nicht vorbei: Effektivität. Oder besser: mangelnde Effektivität, denn diese kostete den SCR in dieser Spielzeit bereits eine Menge Punkte.

SC Reusrath fehlt die Konsequenz vor dem Tor

Mit hohen Ansprüchen waren die Reusrather in diese Saison gegangen und zunächst lief es auch recht gut für das Team um Trainer Udo Dornhaus. Drei der ersten vier Ligaspiele entschied der SCR für sich. Ein ordentlicher Einstand, zumal auch im Kreis- und Niederrheinpokal Erfolge gefeiert wurden. Aus den folgenden sieben Partien holte die Dornhaus-Elf allerdings nur noch einen Sieg.

Dabei verlief ein Großteil der Spiele nach demselben Muster: Reusrath war ebenbürtig, wenn nicht besser, spielte sich zahlreiche Gelegenheiten heraus, versagte vor dem Tor aber. „Wir haben uns die Chancen heraus gespielt, aber die Tore nicht gemacht. Das ist auch eine Qualität, die uns in der Hinrunde einfach zu oft gefehlt hat“, meint Dornhaus. Eine mögliche Erklärung bietet die Tatsache, dass nur einer der vier Angreifer eine richtige Vorbereitung absolvierte.

Als der SCR nun in den Abstiegskampf abzurutschen drohte, gelang Anfang November mit zwei minimalistischen 1:0-Siegen in den Derbys gegen den SSV Berghausen und den 1. FC Monheim ein Befreiungsschlag. Die erhoffte positive Energie verpuffte allerdings in der nächsten Woche beim bitteren 1:5 gegen Schwarz-Weiss Düsseldorf.

In die Rückrundenvorbereitung startet Dornhaus mit einer gehörigen Portion Ungewissheit, denn zur Winterpause meldeten sich gleich sieben Spieler ab. Wegen des großen Kaders hatte nicht jeder der 24 Spieler viel Einsatzzeit bekommen, einige Unzufriedene verlassen den Verein nun. Dabei tut den Reusrathern der Verlust von Michael Urban (SV Schlebusch) und Leon Heber (Ziel unbekannt) richtig weh, schließlich waren beide Kandidaten für die Stammelf. Die restlichen Abgänge kann der SCR wohl besser verkraften, da keiner dieser Fünf in der Hinrunde wirklich zum Zuge kam. „Wir verlieren damit jetzt mehr Quantität als Qualität“, meint Dornhaus.

Auf jeden Fall soll noch ein neuer Ersatztorhüter her, da gleich beide Vertreter von Tim Hechler von Bord gingen. Ansonsten gibt es keine namhaften Neuzugänge, eventuell will Dornhaus noch Spieler aus der zweiten Mannschaft hochziehen.

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