Bei der zweiten Stadtmeisterschaft im Boule gingen in Hilden 28 Teilnehmer in 14 Teams an den Start.

Bei der zweiten Stadtmeisterschaft im Boule gingen in Hilden 28 Teilnehmer in 14 Teams an den Start.
Theo und Burgi Pisanec gingen bei den Boule-Stadtmeisterschafen in Hilden an den Start.

Theo und Burgi Pisanec gingen bei den Boule-Stadtmeisterschafen in Hilden an den Start.

Stephan Köhlen

Theo und Burgi Pisanec gingen bei den Boule-Stadtmeisterschafen in Hilden an den Start.

Hilden. Die silbern glänzenden Kugeln haben Gewicht. Zwischen 680 und 740 Gramm wiegt eine Wettkampfkugel. Nun gilt es, sie so dicht wie nur möglich an der leuchtend bunten Zielkugel zu platzieren, die ganz zu Anfang geworfen wird und Schweinchen heißt.

Das Schweinchen fest anvisiert wird ausgeholt und geworfen. Die Blicke aller Spieler folgen dem kurzen Flug durch die Luft. Mit einem satten Geräusch schlägt die Kugel auf dem Boden auf und rollt über den feinen Schotter. Die Spannung steigt. Wird der Wurf gelingen?

„Man spielt anders, konzentrierter, im Wettkampf.“

Dominik Tollkötter vom Fanny Boul-Club, der die Stadtmeisterschaften mit initiiert hat

Die Boule-Kugel rollt am Schweinchen vorbei und bleibt mehr als 30 Zentimeter dahinter liegen, weit vom optimalen Ergebnis entfernt. So endet der Versuch, mit den besten dieses Sports in Hilden mitzuhalten. Auf dem Boule-Platz findet bereits zum zweiten Mal eine offene Stadtmeisterschaft statt. „Im letzten Jahr haben wir das zum ersten Mal probiert – und es ist so gut angekommen, dass wir es jetzt wiederholen“, erklärt Dominik Tollkötter vom Fanny Boule-Club.

Dominik hat vor rund zehn Jahren das Boule-Spielen für sich entdeckt. „Wir waren als Familie in Frankreich und dort habe ich es gesehen“, erzählt er. In Wuppertal hat er sogar in der Liga gespielt. „Ich habe auch ein sportliches Interesse.“ Das war der Grund, warum er in Hilden die Stadtmeisterschaft mit initiiert hat. „Man spielt anders, konzentrierter, im Wettkampf“, weiß er.

14 Teams à zwei Spieler haben sich angemeldet. Dem Siegerteam winkt ein kleiner Pokal. Sogar Spieler aus Aachen und Krefeld sind nach Hilden gekommen, um teilzunehmen. Und das Siegerteam vom vergangenen Jahr stellt sich erneut der Konkurrenz.

„Das Niveau ist in diesem Jahr höher“, sagt Markus Niemenz, der nicht so ganz an einen zweiten Sieg glaubt. Ihm gefällt Boule vor allem, weil man es immer spielen kann und auch in jedem Alter. „Boule bringt Generationen zusammen“, sagt er.

Sogar Neulinge wagen es, beim Wettkampf mitzumachen, wie Burgi und Theo Pisanec. „Man kann das auch ohne große Kraftanstrengung spielen“, erklärt Theo. Bei der Stadtmeisterschaft wollen sie einfach einmal ausprobieren, wie es geht. „Und dann vielleicht öfter spielen“, meint Theo, bevor er den Ring betritt, die Kugel in der Hand wiegt, das Schweinchen fixiert und wirft.

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