Nach seinem Mittelfußbruch wird der Alleskönner am Sonntag im Pokal wohl wieder spielen.

Nach seinem Mittelfußbruch wird der Alleskönner am Sonntag im Pokal wohl wieder spielen.
Weil in der Ratinger Abwehr Not am Mann ist, wird Orhan Dombayci (l.) wahrscheinlich dort helfen.

Weil in der Ratinger Abwehr Not am Mann ist, wird Orhan Dombayci (l.) wahrscheinlich dort helfen.

Achim Blazy

Weil in der Ratinger Abwehr Not am Mann ist, wird Orhan Dombayci (l.) wahrscheinlich dort helfen.

Ratingen. Im August humpelte Orhan Dombayci noch auf Krücken über den Rasen im Sportpark Keramag. Hinterher, wenn das Spiel des Fußball-Oberligisten 04/19 vorbei war, schlich der 20-Jährige über den halben Platz zur Mannschaftsbesprechung. Ein paar Wochen später war der Fuß nur noch eingepackt– aber ohne Krücken. Und zuletzt schritt der Deutsch-Türke gar ohne jegliche Hilfsmittel über den Platz.

Ein Mittelfußbruch hatte den Alleskönner im Kader von Trainer Peter Radojewski lange außer Gefecht gesetzt. Nun ist er bereit – und wird wohl schon am Sonntag beim Pokalspiel in Homberg für den RSV antreten.

„Ich bin so heiß darauf, endlich wieder spielen zu können.“

Orhan Dombayci, Spieler Ratingen 04/19

„Ich bin so heiß darauf, endlich wieder spielen zu können“, sagte Dombayci, hinter dem eine lange Leidenszeit mit Reha-Training liegt. Schon am Mittwoch beim Gastspiel in Mönchengladbach saß er auf der Bank. Und musste tatenlos mit ansehen, wie seine Kollegen in der Schlussphase des Spiels noch 2:3 verloren.

Nico Wehner war es, ausgerechnet ein Ex-Spieler des 1. FC, der das Tor für die Gastgeber erzielte – ins eigene Netz. „Wir müssen Nico jetzt wieder aufbauen“, betont Trainer Radojewski. „Sowas kann passieren, der Junge ist total fertig nach seinem Eigentor.“

Der Faux-Pas des 19-Jährigen in seinem erst zweiten Oberliga-Spiel beendete nämlich eine Partie, die Ratingen gar nicht so schlecht bestritten hatte. „Von unseren letzten drei Spielen war es eigentlich das Beste, auch wenn das jetzt paradox klingt“, sagt Radojewski – gegen Hönnepel (1:0) und den SC West (0:0) holte 04/19 jeweils Zähler.

„In Gladbach haben wir uns aber anders präsentiert als vorher. Wir waren bissiger, haben mehr als Mannschaft gespielt“, sagt Radojewski. „Und Gladbach hat uns aufgezeigt: Wer in der Liga marschiert und körperlich bis an die Grenze geht, kann anderen Teams den Schneid abkaufen.“

Ein lehrreiches Spiel also, „das wir allerdings nicht hätten verlieren müssen“, wie Radojewski meint.

Er zählte eine Reihe Torchancen auf, die vor allem für eine komfortablere Pausenführung als „nur“ das 1:0 gereicht hätten. Den spielerischen Aufwärtstrend will der Trainer auch in Homberg fortsetzen. Und wird deshalb gegen den Landesligisten keine großartigen Wechsel durchführen. „Wir müssen uns weiter einspielen“, sagt Radojewski, was dadurch erschwert wird, dass Stefan Rott mit Knieproblemen ausfiel und Phil Spillmann in Gladbach seine fünfte Gelbe Karte sah.

Doch dafür ist eben Dombayci wieder da, der in der vergangenen Saison einer der besten Ratinger Feldspieler war. „Ich erhoffe mir, dass Orhan uns stabilisieren kann“, sagt Radojewski. Das wird er wahrscheinlich in der Abwehr tun, da dort gerade Not am Mann ist.

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